Wildtiere

Heimatlose Enten adoptieren? – Auf gar keinen Fall!

Ente geht auf Steine
© Bettina H

Die meisten von uns sind mit lustigen Enten in Cartoons und echten Enten in Parks und an Teichen aufgewachsen. Wir warfen ihnen etwa zu Essen hin, sie aßen es und jeder war vermeintlich „glücklich“. (Dass das oftmals gefütterte Brot nicht besonders gesund für die Tiere ist/war ist eine andere „Geschichte“ und würde hier den Rahmen sprengen.)

Wie schwer kann es also bitte sein, sich um eine verletzte Ente oder ein verwaistes Entenküken zu kümmern?

Die Antwortet lautet: Ziemlich schwer. Und man sollte die Finger davon lassen! Enten sollten auf gar keinen Fall mit nach Hause genommen werden – geschweige denn als „Haustier“ gehalten werden.

Enten Familie im Wasser
Stockenten-Familie in Freiheit

 

Warum sollte ich eine gefundene Ente nicht selbst aufziehen?

  • Kranke oder verwaiste Enten haben die besten Überlebenschancen, wenn man sie einer professionellen Wildtierhilfe übergibt. Die Menschen dort verfügen über die Gegebenheiten und das nötige Wissen, um die empfindlichen Tiere zu pflegen.
  • Man kann nicht nur eine Ente aufziehen! Enten brauchen die Gesellschaft ihrer Artgenossen. Die Tiere fühlen sich extrem einsam und werden depressiv, wenn sie nicht mit mindestens einem Artgenossen zusammenleben – lieber sogar mit mehreren. In der Wildtierhilfe können einzelne Küken am besten mit anderen vergesellschaftet werden.
  • Entenküken benötigen EXTREM viel Fürsorge! Das kann man selbst nicht leisten und sollte es fachkundigen Menschen mit dem benötigten KNow-how überlassen.
  • Gefahr der Fehlprägung SEHR hoch! Sind die Küken falsch auf den Menschen geprägt, können sie möglicherweise nie mehr ausgewildert werden.
  • Die tiermedizinische Versorgung muss sichergestellt sein! Es ist mitunter sehr schwierig, einen Tierarzt zu finden, der sich gut mit Enten auskennt. Professionelle Wildtierhilfen haben zumeist ein gutes Netzwerk und kennen geeignete Veterinärmediziner.
  • Außerdem unterliegen die meisten Arten  dem Jagdrecht – wer sie der Natur „entnimmt“, macht sich im Zweifel wegen Jagdwilderei strafbar, auch wenn gute Absichten dahinter stehen.

Fazit: Solltest du verwaiste Entenküken finden, bringe sie bitte so schnell wie möglich in die Obhut von Experten, um den Tieren die bestmöglichen Überlebenschancen zu bieten.

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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