Pandas sind vom Aussterben bedroht – kann China sie DAMIT retten?
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Pandas sind vom Aussterben bedroht – kann China sie DAMIT retten?

Panda

Tolle Neuigkeiten in Sachen Tierschutz aus China: Das Land will ein riesiges Schutzgebiet für Pandas schaffen. Denn die Tiere sind nach wie vor vom Aussterben bedroht. Es gibt nicht einmal mehr 1.900 Pandas in freier Wildbahn und ohne schnelle Hilfe würde diese Zahl wohl weiter schrumpfen. Deshalb will die Regierung jetzt dutzende kleine Schutzgebiete zu einem riesigen Schutzgebiet verbinden.

Warum überhaupt?

Weit über 16.000 km² soll das Gebiet insgesamt umfassen. Doch was verändert das für die Pandas? Früher waren Pandas in den Bambuswäldern Chinas weit verbreitet. Menschlicher Einfluss wie die Abholzung der Wälder und der Bau von Siedlungen und Straßen haben ihr ehemaliges Verbreitungsgebiet stark eingeschränkt. Heute leben Pandas deshalb nur noch in mehreren kleinen, voneinander getrennten Gebieten. Durch den Rückgang des Lebensraumes und die voneinander isolierten Grüppchen steigt auch die Gefahr der Inzucht: Wo sehr wenige Pandas leben, können sich auch nur sehr wenige paaren. Und dass, wo Pandas eh sehr selten sind und sich wenig fortpflanzen. An nur einem Tag im Jahr sind die Weibchen fruchtbar. Alle zwei Jahre können sie Nachwuchs bekommen. Ein größeres, besser vernetztes, Schutzgebiet erhöht also die Fortpflanzungschancen.

Ein weiterer Aspekt ist der Klimawandel. Denn der große Panda ernährt sich fast ausschließlich von Bambus. Dem Bambus könnte es in den nächsten Jahrzehnten aber viel zu warm werden. Durch die Verbindung der Gebiete haben die Pandas dann die Möglichkeit, wesentlich mehr potenzielle Nahrungsplätze aufzusuchen.

Artenschutz auch in Zoos?

Wird dieser Plan gut umgesetzt, hätten die Pandas wesentlich höhere Überlebenschancen. Denn während ihr natürlicher Lebensraum schrumpft, setzt man die Tiere in weiten Teilen der Welt noch immer hinter Gitter. Der Panda wurde zum Symbol des Artenschutzes. Deshalb brüsten sich nach wie vor viele Zoos damit, Pandas zu züchten (oder es zumindest zu versuchen). Denn Pandababys bringen viele Besucher und Presseberichte. Doch zum Artenschutz trägt das rein gar nichts bei, weil kaum Auswilderungen stattfinden. Laut einem Zuchtbericht von 2016 lebten 423 Pandas in Gefangenschaft – nur zwei davon waren für Auswilderung vorgesehen! Ein chinesischer Experte sagte sogar, die Zucht in Gefangenschaft sei gar nicht dazu gedacht, die Pandapopulation zu erhalten; es gehe nur um die internationale Nachfrage nach dem Tier. 

Den Pandamüttern werden in Gefangenschaft ihre Babys meist schon sehr früh weggenommen. Denn so kann die Mutter schnell wieder künstlich befruchtet werden. In der Natur bleibt ein Pandakind rund zwei Jahre bei seiner Mutter. Diese Form der Haltung führt häufig zu Verhaltensproblemen wie Aggression. Das im Berliner Zoo untergebrachte Pandaweibchen Meng Meng läuft etwa rückwärts. Solche Verhaltensstörungen sind keine bloße „Marotte“ – sie deuten auf schweres seelisches Leid hin.

So geht’s richtig!

Die Population wildlebender Pandas konnte in den letzten Jahren bereits etwas gestärkt werden. Aber nicht durch Zucht in Gefangenschaft, sondern durch Schutzmaßnahmen. Dazu gehörte es etwa, die Wilderei und den illegalen Handel zu bekämpfen. Mit dem neuen Schutzgebiet wäre ein weiterer wichtiger Schritt geschaffen. Und ganz nebenbei profitieren davon noch viele andere Arten wie der Takin. In solche Maßnahmen müssen Gelder investiert werden – nicht in die Zucht und Gefangenschaft verhaltensgestörter, leidender Tiere.

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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