Wildtiere

Arachnophobie: Dieser Artikel ist ein MUSS für alle Menschen mit SPINNENANGST

Spinne niedlich
© istick / Reginast777

Meine Familie wird wahrscheinlich lachen, dass gerade ich einen Artikel über Spinnenangst schreibe. So war ich immer die Erste, die kreischend auf einen Stuhl gesprungen ist, wenn eine Spinne in der Nähe war. Auch heute leide ich noch unter der Angst vor Spinnen, fachsprachlich Arachnophobie genannt. Wenn ich mich einer Spinne nähere, überfällt mich ein heftiges Kribbeln, das im Nacken anfängt und sich über meinen ganzen Körper ausbreitet. Teilweise in Kombination mit Atemnot und Panik.

Warum also schreibe ich einen Artikel zu diesem Thema?

Weil ich Menschen mit Spinnenangst sehr gut verstehe. Ich weiß, dass man in Momenten, wo das Gehirn von Panik betäubt ist, kurz den Impuls verspüren kann, einen Staubsauger zu holen. Ja, auch als Tierfreund. Ich weiß, dass es nichts hilft, wenn jemand sagt „Was stellst du dich denn so an? Sie tut dir doch nichts!“ oder „Nimm doch einfach ein Glas und fang sie ein.“ Diese Angst ist völlig irrational, hat nichts mit logischem Denken zu tun. Gerade deshalb ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld informiert, wie man den ungewollten Gast wieder „loswird”, ohne dass er Schaden davon nimmt. Denn der Spinnengast kann am allerwenigsten für unsere Angst und hat es nicht verdient, getötet zu werden.

Woher kommt diese Angst?

Früher schob man die Spinnenangst auf den Urinstinkt. Denn für unsere Vorfahren war es überlebenswichtig, sich von giftigen Spinnen fernzuhalten. Heute ist diese Theorie bereits widerlegt, denn warum fürchten wir uns dann nicht im gleichen Maße vor Bienen oder Wespen? Wenn es an den vielen Beinen liegen würde, warum fürchten wir uns dann nicht vor Tausendfüßlern? Wenn es an den unvorhersehbaren Bewegungen liegen würde, warum haben wir dann nicht das gleiche Gefühl bei allen anderen Tieren, die sich derart unberechenbar und schnell bewegen?

Ihr seht: Ein spannendes Thema und bis heute gibt es keine klare Antwort darauf, woher die Arachnophobie kommt. Interessanterweise kenne ich diese Gefühlsmischung aus Angst und Ekel nur von Spinnen.

So überlebt Ihr das nächste Zusammentreffen mit einer Spinne

Das Allerwichtigste: Entspannt Euch, so gut es geht. Atmet ruhig und tief in den Bauch, lasst Eure Schultern hängen, entspannt Euren Kiefer und alle Muskeln, die Euch besonders verkrampft vorkommen. Denn wer entspannt ist, kann erst gar nicht in Panik geraten! Macht Euch bewusst, dass das Leben dieses kleinen, unschuldigen Geschöpfes in Euren Händen liegt. Dass es, auch wenn es ganz anders aussieht als ihr, genauso ein Recht auf Leben und Unversehrtheit hat und Ihr die Verantwortung dafür tragt.

Wenn Euch bei der Vorstellung, ein Glas über die Spinne zu stülpen, ein Schauer über den Rücken läuft (so ist es bei mir, weil ich müsste mich ja in die Nähe der Spinne begeben), empfehle ich euch diesen Spinnenfänger. Er hat einen ganz langen Arm und hält den Krabbelfreund auf sicherem Abstand. Zuerst solltet Ihr die Haus- oder Balkontüre weit öffnen. Wenn Ihr die Spinne gefangen habt, tragt Ihr sie möglichst weit weg vom eigenen Zuhause. Sonst ist sie am nächsten Tag schon wieder da.

Eine Alternative ist der Insektenfänger Snapy, der bei winzig kleinen Spinnen hilfreich sein könnte. Probiert es einfach mal aus und übt für den Ernstfall.

Was tun, wenn auch das nicht klappt?

Dann sucht Euch einen Freund oder eine Freundin, der/die zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit steht, um die Spinne behutsam nach draußen zu bringen (Hallo, Thomas!).

 

Ein Beitrag geteilt von jo walker (@jowalker06) am


Wenn Ihr keine anderen Menschen mögt oder mit anderen Arachnophoben zusammenlebt, empfehle ich Euch eine Wohnung in einem der oberen Stockwerke. Da findet man nämlich weitaus weniger Spinnen vor als im Erdgeschoss. Am besten noch mit Fliegengittern an allen Türen und Fenstern.

Wenn Eure Angst so stark ist, dass Ihr Euch nicht mehr in den Keller traut oder bei jeder Gartenparty absagen müsst, dann überlegt Euch, ob eine Therapie sinnvoll wäre. Denn Spinnenangst hin oder her – Euer Leben komplett einschränken sollte sie nicht, dafür ist es zu kurz.

Seid geduldig mit Euch selbst. Viele Menschen haben diese Angst bereits in den Griff bekommen, warum also nicht auch Ihr? Diese Spinne hier ist sogar richtig süß. 👇 ❤️

Über den Autor

Bella

Als Grafikerin und Content Producer kämpft Bella für die Rechte ALLER Tiere.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen