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Tiere vom Züchter von „nebenan“? – so kann es dort aussehen!

Horrorhof im Enzkreis! Was ist Animal Hoarding?

Auf einem völlig verwahrlosten Grundstück hält eine sogenannte „Züchterin“ geschätzt 200 Tiere unter widrigsten Bedingungen! Unter ihnen vor allem Kaninchen, aber auch Meerschweinchen, Mäuse, Tauben, Hühner, Gänse, ein Truthahn sowie zwei Pferde.

In diesem Fall handelt es sich um das sogenannte Animal Hoarding. Es beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem Tiere in großer Anzahl gehalten werden, diese aber nicht mehr angemessen versorgt werden (können). Als Tiermessis werden die Menschen bezeichnet, die die Tiere horten und dabei zumeist schlimmes Tierleid verursachen.

Viele Tiere leiden unter Platzmangel.
Viele Tiere leiden unter Platzmangel.

Gleichzeitig sehen sich die Halter häufig nicht in der Lage, gegen die elenden Bedingungen vorzugehen oder dem Sammeln an sich entgegenzuwirken. Sie erkennen selbst nicht, dass es den Tieren in ihrer Obhut schlecht geht.

Die Tiersammlerin aus dem Enzkreis in Baden-Württemberg sieht sich selbst als private Züchterin und war der zuständigen Veterinärbehörde bereits länger bekannt! Der Tierschutzverein in Pforzheim bat uns um unsere Hilfe, da ihnen die katastrophalen Missstände mehrfach von besorgten Bürgern gemeldet worden waren. Immer wieder wandte man sich an die zuständige Veterinärbehörde. Allerdings soll bisher immer alles „im grünen Bereich“ gewesen sein.

Unrat - wohin man sieht. Futter wird einfach offen auf dem Boden gelagert.
Unrat – wohin man sieht. Futter wird einfach offen auf dem Boden gelagert.

Es wurde offenbar zwar die Auflage erteilt, den Tierbestand verkleinern, doch die Tiersammlerin schaltet immer wieder Verkaufsanzeigen im Internet und lässt auf einen weiter andauernden ständigen Nachwuchs schließen. Dies bestätigte das Auffinden vieler Jungtiere in den schmutzigen Käfigen durch unser PETA-Einsatzteam. Bei derart katastrophalen Zuständen ist es völlig unverständlich, warum das zuständige Veterinäramt nicht grundlegend durchgegriffen hat.

Erschreckende Zustände

Die Tiere auf dem Horrorhof leiden immens. Es mangelt ihnen an Hygiene, Pflege und tierärztlicher Betreuung. Viele von ihnen haben keinen Zugang zu artgemäßem Futter und Wasser – sie hungern und dursten. Die Tiere müssen in teils provisorischen Käfigen und stark verunreinigten Ställen ihr Leben fristen. Einige Tiere haben diese Tortur nicht überlebt! Es befinden sich zahlreiche Tierkadaver von Ratten und Kaninchen auf Mülltonnen und Eimern.

Auch das Grundstück entspricht keinesfalls den Anforderungen des Tierschutzes. Das gesamte Gelände ist von herumliegendem Müll und gefährlichem Unrat gezeichnet. Futter wird achtlos in offenen Säcken auf dem Boden gelagert.

So sollte Tierhaltung NICHT aussehen.
So sollte Tierhaltung NICHT aussehen.

PETA Deutschland e.V. hat Strafanzeige gegen die „Züchterin“ erstattet.

Du kennst einen ähnlichen Fall in deiner Umgebung?

Anhand dieses traurigen Beispiels möchten wir dich dazu animieren, selbst aktiv zu werden und zu helfen, falls du Vernachlässigung, Misshandlung oder Quälerei von Tieren beobachtest. Viele Tiere leiden unter schrecklichen Bedingungen beim selbsternannten Züchter. Solltest du Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, wende dich bitte an die zuständige Veterinärbehörde oder die örtliche Polizeistation und erstatte Anzeige.

Eine Kaninchenmutter mit ihren Kindern in einem völlig verdreckten Käfig.
Eine Kaninchenmutter mit ihren Kindern in einem völlig verdreckten Käfig.

 

HIER findest du wertvolle Tipps, wie du dabei vorgehen kannst. Wir bieten dir ebenso die Möglichkeit, entsprechende Fälle anonym als Whistleblower zu melden.

Vielen Dank für dein Engagement!

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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