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Zoophilie geht uns an!

© Karin Schumann / pixelio.de
© Karin Schumann / pixelio.de

3. April 2013: Update nach Novellierung des Tierschutzgesetzs

Das gesetzliche Verbot von sexuellen Handlungen an Tieren, das nun im Rahmen der Novellierung des Tierschutzgesetzes beschlossen wurde, ist absolut notwendig – nicht zuletzt, um dem Staatsziel Tierschutz hinreichend Rechnung zu tragen. Durch dieses Verbot wird eine Möglichkeit geschaffen, den Missbrauch von Tieren strafrechtlich zu verfolgen. Doch die getroffene Regelung geht nicht weit genug! Wir von PETA Deutschland e.V. fordern, dass sexuelle Handlungen mit und an Tieren nicht nur als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat geahndet werden sollten – genauso wie auch die Produktion und Verbreitung dieser Tierquälerei zu recht einen Straftatbestand erfüllt.

Die Entscheidung aus dem Jahr 1969, das Verbot sexueller Handlungen an Tieren (§ 175b StGB) im Rahmen der großen Strafrechtsreform zu streichen, war ein großer Fehler der Justizgeschichte. Zumal die Begründung für diesen Schritt einer ähnlichen Argumentation folgt, wie sie auch die Befürworter von sexuellen Handlungen an und mit Tieren vorbringen: rein anthropozentrisch.

Ein im Tierschutzgesetz festgeschriebenes Verbot von sexuellen Handlungen an und mit Tieren orientiert sich an der Perspektive des Tieres. Für Tiere ist jede Form des Missbrauchs schlimm. Oft werden ihnen durch die Missbrauchshandlungen neben körperlichen Schmerzen oder Verletzungen auch psychischer Schaden zugefügt: Die Tiere leiden häufig auch psychisch unter dem sexuellen Missbrauch – oft ihr Leben lang. Solche psychischen Leiden äußern sich beispielsweise in Verhaltensstörungen betroffener Tiere.

Artikel vom 6. Februar 2012:

Ein empfindliches Thema. Ein Thema, über das wenig gewusst und über das kaum gesprochen wird. Auch, weil wir es uns kaum vorstellen können – den Missbrauch von Tieren durch Menschen.  Und doch gibt es Zoophilie – tagtäglich werden Tiere sexuell missbraucht! Und in Deutschland ist das nicht verboten.

Besser bekannt ist Zoophilie unter dem Namen Sodomie. Sexuelle Handlungen mit Tieren waren seit der Kaiserzeit gesetzlich verboten. Nachdem der Missbrauch von Tieren zunächst mit männlicher Homosexualität gleichgesetzt war, fand in den 1930er Jahren eine juristische Trennung statt. Der Paragraph 175b StGB wurde schließlich in der großen Strafrechtsreform von 1969 aufgehoben. In der Praxis bedeutet dies, dass die Vergewaltigung von Tieren seitdem keine Straftat mehr ist, solange das Tier keine körperlichen Verletzungen davon trägt, kein Diebstahl vorliegt und der Missbrauch im verborgenen stattfindet – so dass wir uns daran nicht stören müssen. Doch das Tierleid im Verborgenen geht uns alle an!

PETA setzt sich für ein Verbot von Sodomie/ Zoophilie im Rahmen des Heimtierschutzgesetzes ein – unterstützt unsere Forderung hier! Oder richtet euch direkt an Ilse Aigner und fordert, dass das verschwiegene Tierleid bei der aktuellen Reform des Tierschutzgesetzes berücksichtigt und zu einem Straftatbestand gemacht wird – sexuelle Handlungen an Tieren müssen dafür in den Verbotskatalog des §3 TierSchG aufgenommen werden. Nur so wird überhaupt eine Möglichkeit geschaffen, missbrauchte Tiere vor ihren Peinigern schützen zu können.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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