Aktiv sein Verschiedenes

Wir stellen PETA-Aktivisten vor: Simone aus Weinheim

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Mahatma Gandhi

Was oder wo wäre PETA ohne die zahlreichen und engagierten Aktivisten? Wir sind froh und dankbar, so tolle Unterstützer für die Rechte der Tiere zu haben, die mit gutem Beispiel voran gehen und andere Menschen über Missstände und Tierleid aufklären. Deshalb wollen wir sie und ihre Ansichten sowie ihre Beweggründe vorstellen. Mit Simone aus Weinheim geht es in die 5. Runde:

  • Wann warst du zum ersten Mal für Tierrechte aktiv?
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Simone mit anderen Aktivisten beim Katholikentag 2012 in Mannheim

Eigentlich schon als kleines Kind, indem ich immer wieder versucht habe, meinen Eltern und Großeltern zu erklären, dass mir allein vom Geruch toter Tiere übel wird. (Mein Opa hat Kaninchen gezüchtet und geschlachtet). Mit 15 Jahren wurde ich dann Vegetarierin, habe mich ansonsten aber nicht mit dem Thema „Tierrechte“ beschäftigt.
Veganerin wurde ich vor fast 3 Jahren, als ich mich bei PETA für ein Praktikum in den USA beworben habe. Dadurch habe ich sehr viele Informationen über Milchproduktion, Küken sexen, etc. erhalten. Damit war klar, dass man die Menschen wirklich aufklären muss, denn viele wissen schlicht und einfach nichts über die Wahrheit in der Tierindustrie, so wie ich vor einigen Jahren.

  • Gab es einen bestimmten Anlass, der dich deinen Lebensstil ändern ließ?
    Das Praktikum für PETA in Washington D.C. und diverse Filme und Kampagnen, die die Wahrheit der Tierindustrie gezeigt haben.
  • Welche ist die häufigste Frage, die du in Sachen Tierrechte zu hören bekommst und wie beantwortest du sie für gewöhnlich?
    „Was isst du dann eigentlich?“ Eigentlich alles, was du auch isst, nur eben ohne Tierleid! Es gibt fast alle Produkte auch in vegan! Schokoriegel? Kein Problem, da gibt es viele Varianten! Fleisch? Kann man wunderbar ersetzen mit Tofu! Milch? Hier gibt es eine riesige Auswahl an Mandel-, Reis-, Hafer- oder Dinkeldrinks. Schmeckt meistens sogar besser als die Milch der Kuh! Und dann lade ich die Leute einfach zum Essen bei mir daheim ein, damit sie sich davon überzeugen können.
  • Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt? Falls ja, warum?
    Ich finde alle Tierrechtsthemen wichtig, aber ich denke, dass man mit dem Thema „Veganismus“ die meisten Tierleben retten kann.
  • Magst du uns von einem Moment/Ereignis erzählen, der/das für dich als Aktivistin besonders wichtig war?
2013-08-16 Blogeintrag Activist Spotlight Simone Wolff c-Simone Wolf
Go Veg – mehr als nur ein Lippenbekenntnis für Simone

Als ich in Washington D.C. mit einer etwas fülligeren Frau über Veganismus sprach und sie meinte, dass sie gerne mal die vegane Lebensweise ausprobieren möchte, aber nur aus gesundheitlichen Gründen. Sie würde auch gerne noch Pelz tragen. Dann bin ich mit ihr an ein Plakat gegangen, auf dem eine noch lebende, aber gehäutete Robbe zu sehen war. Ihre Aussage „Ich spüre da nichts, ist ja nur ein Tier“ hat mich umgehauen. Ich konnte es nicht glauben, aber es hat mir die Augen geöffnet: Manche Menschen fühlen tatsächlich nichts, wenn Tieren die Kehle durchgeschnitten wird oder sie verzweifelt versuchen, sich gegen den Tod zu wehren. Das ist krass, aber daran kann ich nichts ändern. Wenn also bei diesen Menschen solche Bilder nicht wirken, muss ich mit anderen Fakten überzeugen (gesundheitliche Vorteile, etc.). Daher versuche ich immer, auf alle Sichtweisen und Vorteile einzugehen, wenn ich mit jemandem über Veganismus spreche und sie nicht zu verurteilen, wenn sie die ethischen Aspekte nicht nachvollziehen können. Manche Menschen spricht der ökologische Vorteil an, manche den Gesundheitsaspekt – egal wie, Hauptsache das Ergebnis stimmt: Dass weniger Tiere Tag für Tag ihr Leben für ein Bissen Fleisch geben müssen.

  • Welchen Tipp für Einsteiger-Aktivisten hast du?
    Ich persönlich habe gemerkt, dass ich mehr bewirke, wenn ich einfach ein gutes Vorbild bin und mein Umkreis nicht täglich mit Vorwürfen oder ähnliches nerve. Ich lebe mein Leben, mache viel Sport, habe viel Energie und irgendwann kommen immer die Fragen nach meiner veganen Lebensweise. Dann erzähle ich gerne, koche für andere und versuche, so viele Vorurteile abzubauen wie möglich.

Es gibt auch ständig Demos gegen Zirkusse in fast jede größeren Stadt. Dort einfach mal hingehen, andere Tierrechtler treffen und schon erfährt man über andere Aktionen. Außerdem gibt es natürlich auch viele gute Facebook-Seiten, auf denen man über alles Mögliche informiert wird, z.B. PETA2, PETA, Vegan Kanal, Vegane Gesellschaft Deutschland, Animal Rights Watch, etc.

Vielen Dank Simone für deine Unterstützung. Wenn auch Ihr Euch gemeinsam mit uns für Tiere einsetzen wollt, werdet Teil unseres Aktivistennetzwerks.

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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