Aktiv sein Verschiedenes

Wir stellen PETA-Aktivisten vor: Mela aus Zürich

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Mahatma Gandhi

Was oder wo wäre PETA ohne die zahlreichen und engagierten Aktivisten? Wir sind froh und dankbar, so tolle Unterstützer für die Rechte der Tiere zu haben, die mit gutem Beispiel voran gehen und andere Menschen über Missstände und Tierleid aufklären. Deshalb wollen wir sie und ihre Ansichten sowie ihre Beweggründe vorstellen. Heute für euch: die peta2-Streetteamerin Mela aus Zürich.

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Mela vom peta2-Streetteam in Zürich

Wann warst du zum ersten Mal für Tierrechte aktiv?
Wenn man es genau nimmt, bin ich für Tierrechte aktiv, seit ich den Schritt zum Vegetarismus gegangen bin – damals war ich neun. Später wurde ich dann Veganerin. Für das PETA-Streetteam bin ich seit etwas mehr als einem Jahr aktiv. Das Ganze entwickelt sich automatisch, und Tierrechte gehen Hand in Hand mit der Ernährungsweise. Unvorstellbar ist für mich der Gedanke, dass sich jemand für Tierrechte einsetzt, aber ein Fleischesser ist. Das ist einfach nicht zu Ende gedacht. Mit einer pflanzlichen Ernährung tut man nicht nur Gutes für die Tiere, sondern auch für die Umwelt und besonders auch für die eigene Gesundheit. Alles in allem also eine super Sache.

Hast du einen oder mehrere tierische Mitbewohner?

Nein. Ich hatte früher Meerschweinchen in einem großen Gartengehege, die aber dann leider altersbedingt nach circa acht Jahren verstarben.

Gab es einen bestimmten Anlass, der dich deinen Lebensstil ändern ließ?
Meine damalige Primarschullehrerin hatte uns damals in der Schule über Vegetarismus aufgeklärt. Dadurch wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, dass Fleisch ein totes Tier ist. Da ich Tiere schon immer sehr mochte, wurde ich dann im ersten Schritt mit etwa neun Jahren Vegetarierin, weil ich es nicht für richtig hielt, Tiere zu essen.

Welche ist die häufigste Frage, die du in Sachen Tierrechte zu hören bekommst, und wie beantwortest du sie für gewöhnlich?
Häufig werde ich gefragt oder höre:„Aber wenn man Milchprodukte konsumiert, sterben ja keine Tiere …“ Oder: „Ich kaufe mir nur Bio- Produkte oder hole sie mir beim Bio-Bauern …“  Die Fragen beantworte ich freundlich und informativ, um die Menschen zum Nachdenken anzuregen. Manche Leute kommen leider auch z.B. an den peta2-Stand, weil sie „Freude“ daran haben, sich zu streiten, und nicht um sich zu informieren. In solchen Momenten sollte man einfach cool bleiben 😉 Mit Menschen, die sich wirklich für die Sache interessieren, kann man erfahrungsgemäß meist gute Gespräche führen und sie sogar zu etwas bewegen, ohne belehrend zu wirken oder ihnen etwas aufzudrängen.

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Mela und PETA-Aktivisten beim Southside Festival im Sommer 2013

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt? Falls ja, warum?
Huch, da gibt es zu viele. Grundsätzlich verstehe ich immer noch nicht, warum Menschen überhaupt Fleisch essen müssen und grundsätzlich Tiere quälen/töten. Oder Leute, die unbedingt etwas für eine bessere Umwelt tun wollen, aber dann im Gegenzug Tiere essen. Das ist in meinen Augen absolut widersprüchlich und zeigt auch, dass viele Menschen noch immer zu wenig über Tierhaltung, Fleischproduktion etc. und deren Auswirkungen auf die Umwelt wissen. Dann die Tiere im Zirkus, die schlimm gequält werden. Es gibt leider immer noch zu viele (Tier-)Zirkusbesucher. Es gibt so viele andere lustige und charmante Zirkusse ohne Tiere (wo übrigens auch während der Show vegan gegessen werden kann). Von den Tierversuchen will ich gar nicht erst anfangen …. so was ist einfach total grausam.

Magst du uns von einem Moment/Ereignis erzählen, der/das für dich als Aktivistin besonders wichtig war?

Hier in der Schweiz muss man das Thema Tierrechte und alles, was die pflanzliche Ernährung betrifft, noch ziemlich pushen. Mittlerweile entstehen zwar immer mehr vegetarische/vegane Restaurants oder solche mit dieser Option, und es gibt immer mehr Produkte in den Supermärkten. Jedoch fällt mir auf, dass es zu diesen ganzen Themen immer noch an Aufklärung in der Öffentlichkeit fehlt. Es gibt also noch viel Potenzial, etwas zu tun. Mir wäre ganz enorm wichtig, dass sich mehr Leute im Streetteam Zürich melden und auch aktiv mitmachen. Ein „gefällt mir“ bewirkt im Endeffekt weniger als aktiv auf die Straße zu gehen.

Welchen Tipp für Einsteiger-Aktivisten hast du?
Sich stets und gut zu informieren. So lernt man selbst immer wieder etwas Neues dazu, hält sich auf dem Laufenden und kann anderen Leuten sein Wissen weitergeben und standfester argumentieren. Ein guter Tipp ist auch die Teilnahme in einem der vielen Streetteams, die es bereits gibt. Oder die Möglichkeit, auch mal im Sommer auf ein Festival mitzufahren und mit Gleichgesinnten einen Stand für peta2 oder PETA zu machen und aufgeschlossene Festivalbesucher zu informieren (auch ein gutes „Kommunikationstraining“). Jeder von euch kann etwas verändern, und ihr werdet bestimmt in jedem Streetteam herzlich aufgenommen. Ihr seid mitverantwortlich für unsere gemeinsame Zukunft.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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