Aktiv sein Verschiedenes

Wir stellen PETA Aktivisten vor: Martin aus Euskirchen

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Mahatma Gandhi

Was oder wo wären wir ohne die zahlreichen und engagierten PETA Aktivisten? Wir sind froh und dankbar, so tolle Unterstützer für die Rechte der Tiere zu haben, die mit gutem Beispiel voran gehen und andere Menschen über Missstände und Tierleid aufklären. Deshalb wollen wir sie und ihre Ansichten sowie ihre Beweggründe vorstellen. Heute für euch: Martin aus Euskirchen.

Wann warst du zum ersten Mal für Tierrechte aktiv?
Im Oktober 2012 in Bonn bei einer PETA-Aktion. Zwei Aktivisten sollten sich bei nasskaltem Wetter fast nackt in überdimensionale Fleischschalen legen. Ich war das Reserve-Fleisch. Glücklicherweise kamen alle beiden Aktivisten …

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Hast du einen oder mehrere tierische Mitbewohner?
Meine Frau und ich haben zwei Papillons. Das ist eine ganz alte, gesunde Rasse, die im Barock für die Damen der Gesellschaft gezüchtet wurde. Marie-Antoinette hatte einen Papillon, der mit ihr aufs Schafott ging. Wir betreiben mit beiden Hundesport, waren jahrelang in der Hundeschule und machen Clickertraining. Was beweist, dass auch kleine Hunde ganz normale Hunde sind. Man muss sie nur fordern.

Gab es ein bestimmtes Ereignis, das dich deinen Lebensstil ändern ließ?
Das Buch „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer machte mir sehr deutlich, dass man als Mitglied einer humanen Gesellschaft keine Tiere essen kann. Bis dahin hatte ich mich auf dem Biofleisch-Argument „ausgeruht“. Ich wurde Vegetarier und trat PETA bei. Dann aber merkte ich,  dass auch Bio-Kühe und -Geflügel geschlachtet werden, wenn sie ihre Leistung nicht mehr bringen und stürzte aus meiner Vegetarierwelt ab. Die Folge: Kurze Zeit vegan und seit vier Monaten Rohköstler.

Welche ist die häufigste Frage, du du in Sachen Tierrechte zu hören bekommst und wie beantwortest du sie gewöhnlich?
Frage: Wird der Mensch ohne Fleisch nicht krank, und wozu brauchen wir Tierrechte? Antwort: Der stärkste Mann Deutschlands und die stärksten Tiere der Welt ernähren sich vegan. Also kann das so schlecht nicht sein. In allen, ich betone in allen, klinischenStudien sind Veganer die Gesündesten, danach kommen Vegetarier. Am schlechteste schneiden die Allesfresser ab. Tierrechte brauchen wir, weil es einer humanen Gesellschaft nicht ansteht, Lebewesen wegen ihres Geschmacks zu vergiften, zu foltern und zu töten. Alle Lebewesen der Erde sind gleichberechtigt. Der Mensch hat ja ganz früher auch keine Tiere gegessen, sondern aus der Natur gelebt. Dann kam die Bequemlichkeit, heute ist es die Macht des Systems, die uns die Tötung und Ausbeutung von Tieren nicht hinterfragen lässt. Das muss so sein, das war schon immer so, das ist normal – so lautet die Gehirnwäsche.

2013-08-26-VEG-Demo-Fleisch-Tötet-Koblenz(1)Gibt es ein bestimmtes Thema, das dir besonders am Herzen liegt?
Ganz klar Massentierhaltung. Die ist für mich – man mag mir diese harten Worte verzeihen – die größte Massenverdrängung seit dem Mord an den Juden. Alle wissen es, keiner tut etwas dagegen. Früher setzte ich auf einen Lernprozess in der Bevölkerung und ein Ende der Massentierhaltung – wann auch immer. Heute bin ich sicher, dass sich ohne die staatliche Gesetzeskeule nichts ändern wird. Die Unternehmer werden immer nach schnellem Geld gieren, und die Masse der Konsumenten immer geizgeil sein. Also müssen Gesetze her – schnell!

Magst du uns von einem Moment erzählen, der für dich als Aktivist besonders wichtig war?
Bei der Aktion diesen Oktober in Köln gegen Lederherstellung (Aktivisten mit Gasmasken und Schutzanzügen) blieben erfreulich viele Menschen stehen und sprachen mit uns. „Eigentlich weiß ich ja, dass ihr vollkommen Recht habt, aber ich kriege irgendwie die Kurve nicht“ – so lautete der Tenor. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mit Leuten zu reden. Viele brauchen nur noch einen Anstoß, das richtige Argument. Deshalb sind Aktionen so wichtig.

Welchen Tipp für Einsteiger-Aktivisten hast du?
Droht nicht, seid nicht dogmatisch, sondern zeigt Verständnis, helft, gebt Tipps. Die Menschen sind nicht böse, nur schwach und bequem. Zeigt ihnen, wie sie in der Praxis vorgehen können, was sie machen sollen in puncto Ernährung, Klamottenkauf usw…

Vielen lieben Dank Martin für deine Unterstützung. Wenn auch Ihr Euch gemeinsam mit uns für Tiere einsetzen wollt, werdet Teil unseres Aktivistennetzwerks.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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