Verschiedenes

Wir stellen Aktivisten vor: Julia aus Wien

Julia (rechts) bei einer Duschdemo 2011

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Mahatma Gandhi

Was oder wo wäre PETA ohne die zahlreichen und engagierten Aktivisten? Wir sind froh und dankbar, so tolle Unterstützer für die Rechte der Tiere zu haben, die mit gutem Beispiel voran gehen und andere Menschen über Missstände und Tierleid aufklären. Deshalb wollen wir sie und ihre Ansichten sowie ihre Beweggründe vorstellen. Mit Julia aus Wien geht unsere Serie weiter.

Wann warst du zum ersten Mal für Tierrechte aktiv?

Das kommt natürlich darauf an, wie man aktiv definiert. Wirklich aktiv war ich das erste mal, als ich 2010 an der Dusch-Demo von PETA teilnahm. Zu dieser Zeit habe ich bei PETA ein Praktikum gemacht, wodurch ich Vollzeit für die Tiere aktiv sein und zugleich eine Menge lernen durfte.
Allerdings bin ich der Meinung, dass sich jede/r bereits für die Tiere aktiv einsetzt, die/der z. B. vegetarisch oder vegan lebt. Denn nicht nur das Eintauschen von tierischen in nicht-tierische Produkte hilft den Tieren, sondern auch das Sprechen darüber im eigenen sozialen Umfeld kann sehr viel bewirken und trägt dazu bei ein Bewusstsein für die Probleme der Tiere zu schaffen.

Hast du einen oder mehrere tierische Mitbewohner?

Ich habe keine „regelmäßigen“ tierischen Mitbewohner. Allerdings helfe ich einer Freundin, welche sich unermüdlich für die Rettung von Hunden aus ungarischen Tötungsstationen einsetzt. So habe ich immer wieder einen Pflegehund, um welchen ich mich kümmere, bis er einen liebevollen Platz gefunden hat. Da ich in einer nicht allzu großen Mitwohnung mitten in der Stadt wohne, ist dies für mich ideal. So können sich die Hunde erst einmal erholen, müssen aber ihr weiteres Leben nicht in einer kleinen Wohnung in der Stadt fristen.

Gab es einen bestimmten Anlass, der dich deinen Lebensstil ändern ließ?

Nein, das Bewusstsein für das gesellschaftliche Verhalten gegenüber Tieren kam nach und nach – und aus kindlicher Tierliebe wurde ein rationales Verständnis für verantwortungsvolles Handeln, indem ich für mich selbst die Trennung zwischen Mensch und Tier weitestgehend aufhob.

Welche ist die häufigste Frage, die du in Sachen Tierrechte zu hören bekommst und wie beantwortest du sie für gewöhnlich?

Ich habe das Glück in einem sehr verständnisvollen und aufgeschlossenen Umfeld zu leben. Die häufigsten Fragen beziehen sich auf eine vegane Ernährung und deren mögliche Einschränkungen. Den meisten Erfolg zu überzeugen habe ich jedoch nicht mit Worten, sondern vielmehr indem ich für Freunde und Bekannte koche. Dabei entstehen interessante Diskussionen, bei denen sich niemand bevormundet fühlt.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt? Falls ja, warum?

Zum einen liegt mir ein freundlicher, respektvoller Umgang mit Hunden sehr am Herzen, der leider immer noch bei vielen „BesitzerInnen“ mangelhaft ist. Ich habe Hunde als wundervolle Freunde kennengelernt, die wertschätzend im Umgang sind und die ihre Beziehungen auf Vertrauen aufbauen. Leider wird in ihrer „Erziehung“ immer noch mit viel Gewalt und Unterdrückung gearbeitet – etwas, dass wir bei Kindern zum Glück überwunden haben. Am Herzen liegt mir das Thema vor allem so sehr, da diese gewalttätige Erziehung immer noch Verbreitung durch diverse Medienkanäle findet, was schlimme Auswirkungen in Bezug auf ihre Glaubwürdigkeit hat.

Magst du uns von einem Moment/Ereignis erzählen, der/das für dich als Aktivistin besonders wichtig war?

Das Praktikum bei PETA hat mich sehr viel im Umgang mit Tierrecht gelehrt und mir darüber hinaus viele Möglichkeiten geöffnet aktiv zu werden.

Welchen Tipp für Einsteiger-Aktivisten hast du?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auf Ablehnung stößt, sobald die Person gegenüber das Gefühl bekommt, kritisiert zu werden. Aktiv zu sein im Tierrecht bedeutet sehr behutsam und sensibel auf Probleme aufmerksam zu machen ohne einen bestimmten Lebensstil auf andere übertragen zu wollen. Wer sich bevormundet fühlt, nimmt schnell eine Abwehrhaltung ein. Überheblichkeit und Aggression sind in jedem Fall fehl am Platz – auch wenn dies häufig eine Haltung ist, die AktivistInnen erleben. Also, den Mut nicht verlieren!

Vielen Dank für dein Engagement, Julia! Wenn auch Ihr Euch gemeinsam mit uns für Tiere einsetzen wollt, werdet Teil unseres Aktivistennetzwerks.

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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