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Wir stellen Aktivisten vor: Ingo aus Ludwigsburg

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Mahatma Gandhi

Was oder wo wäre PETA ohne die zahlreichen und engagierten Aktivisten? Wir sind froh und dankbar, so tolle Unterstützer für die Rechte der Tiere zu haben, die mit gutem Beispiel voran gehen und andere Menschen über Missstände und Tierleid aufklären. Deshalb wollen wir sie und ihre Ansichten sowie ihre Beweggründe vorstellen. Heute gibt Ingo aus Ludwigsburg Einblick in seine Beweggründe.

Wann warst du zum ersten Mal für Tierrechte aktiv?
Wenn ich genau überlege, dann ist das schon sehr lange her. Damals war ich zehn Jahre alt und mir war eigentlich gar nicht bewusst, dass es eine Tierrechtsaktion war. In meiner Nachbarschaft hatten wir jemanden, der Hasen hielt und diese dann leider auch schlachtete. Einen der Hasen hatte ich besonders lieb gewonnen, und so kam es, dass ich „Hoppel“ an einem Sonntagnachmittag aus Stall klaute und ihn in unserer Garage einquartierte. Natürlich blieb das nicht lange unentdeckt. Mein Vater fand meinen neuen Freund noch am selben Abend. Doch anstatt Hoppel zurück zu bringen, ging mein Vater zu unserem Nachbarn und bezahlte im Geld, damit ich meinen Hoppel behalten durfte.

Hast du einen oder mehrere tierische Mitbewohner?
Ja. Mittlerweile sind es vier Katzen. Alle kamen mehr oder weniger durch Zufälle zu mir. Bei zweien blieb nur die Möglichkeit, sie aufzunehmen, oder sie wären getötet worden. Mein jüngstes WG-Mitglied haben meine Frau und ich in einem Industriegebiet gefunden. Dort hat ihn jemand im Alter von sechs Wochen ausgesetzt.

Gab es einen bestimmten Anlass, der dich deinen Lebensstil ändern ließ?
Es begann vor ein paar Jahren, da fing ich an meine Essgewohnheiten und das damit verbundene Leid zu hinterfragen. Doch der absolute „Augenöffner“ war „Earthlings“. Als ich das sah, standen für mich zwei Dinge absolut fest: ich werde fortan vegan leben und ich muss meine Stimme einsetzen, um den nichtmenschlichen Tieren gehör zu verschaffen.

Welche ist die häufigste Frage, die du in Sachen Tierrechte zu hören bekommst und wie beantwortest du sie für gewöhnlich?
Oft bekomme ich zu hören das der Mensch schon lange Fleisch isst und die Tiere für seine Zwecke nutzt. Es wäre Tradition. Darauf antworte ich dann meist, dass auch wenn etwas schon lange gemacht wird und es eine Tradition sei, deshalb nicht zwangsläufig richtig sein muss. Denn auch wenn etwas gesetzlich legitimiert wird, heißt das nicht, dass es moralisch richtig ist. Objektiv betrachtet gibt es keinen Grund, warum meine Interessen über denen eines Tieres stehen sollten. Die persönliche Freiheit endet genau da, wo die Rechte eines anderen beginnen.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt? Falls ja, warum?
Das ist glaube ich die schwierigste Frage. An dieser Stelle passt das Zitat von Albert Schweitzer sehr gut. „Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.“

Magst du uns von einem Moment/Ereignis erzählen, der/das für dich als Aktivistin besonders wichtig war
Irgendwie ist doch alles wichtig. Sei es eine Anti-Pelz-Demo, einen Infostand über vegane Ernährung oder eine Anti-Jagd Demo. Doch eine Aktion zeigte mir wie wichtig es ist aktiv für die Tiere zu werden. Im Sommer 2013 nahm ich an einer Störaktion bei den Memminger Fischertagen teil. Wir sprangen in den Bach und machten mit Schildern und Parolen auf das Leid der Fische aufmerksam. Es war für mich echt beängstigend welche Aggressionen von den Fischern und den Zuschauern ausging. Nicht nur, dass wir verbal angegriffen wurden, nein wir wurden auch noch körperlich attackiert. Ein anderer Aktivist musste sogar ins Krankrankenhaus nachdem er mit einem Käscher extrem stark in die Wirbelsäule gestoßen wurde. Dies zeigte mir, dass in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief läuft, wenn man eine vermeintliche „Tradition“, was nichts anderes wie das Ermorden unschuldiger Fische ist, bis „auf´s Blut“ verteidigt.

Welchen Tipp für Einsteiger-Aktivisten hast du?
Am besten geht ihr auf die Seite von PETA und informiert euch über ein PETA-Streetteam in eurer Nähe. Dort habt ihr die Möglichkeit ganz tolle Leute kennen zu lernen und erfahrt auch sehr viel über vegane Ernährung und von geplanten Tierrechtsaktionen.

Vielen Dank für dein Engagement, Ingo! Wenn auch Ihr Euch gemeinsam mit uns für Tiere einsetzen wollt, werdet Teil unseres Aktivistennetzwerks.

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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