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Verletzte Taube entdeckt – was tun?

Gestern nach der Arbeit habe ich direkt vor meiner Haustür eine verletzte Taube gefunden. Man sah auf einen Blick, dass sie verletzt war: an einem Flügel waren die Federn regelrecht rausgefetzt, zudem saß sie wie versteinert da, versuchte nicht vor mir wegzulaufen. Ich wusste erst mal gar nicht, was ich tun soll.2009-08-08-Taube-5931-c-PETA-D

Zum Tierarzt bringen? Die haben sicher schon alle zu. Eine Taube, ein Wildtier, behandelt die überhaupt jemand? Ich habe auch kein Auto. Außerdem müsste ich die Taube anfassen bzw. einfangen. Damit bereite ich ihr sicher Schmerzen und Stress, hinzu kommt der anstrengende Transport. Wenn ich dann überall vor verschlossenen Türen stehe oder abgewiesen werde, hätte ich das arme Tier völlig umsonst „gequält“. Könnte ein Tierarzt da überhaupt was machen? Oder nur einschläfern? Tut man ihr damit überhaupt irgendwas Gutes? Angst, Stress, Schmerzen durch die Bewegung und den Transport – nur um am Ende zu sterben. Doch lieber in Frieden der Natur überlassen? All diese Fragen schossen mir durch den Kopf.

Sie sah mir direkt in die Augen. Ich entschloss mich, es zu versuchen. Ein Arbeitskollege fuhr uns ins Tierheim. Dort war zwar schon geschlossen, aber es war noch jemand da, der uns herzlich empfing. Man hätte die Taube kostenlos aufgenommen und auch behandelt, allerdings war kein Tierarzt mehr da, das Tier hätte also bis zum nächsten Tag aushalten müssen. Man empfahl uns daher in die nächste Tierklinik zu fahren, schrieb uns die Adresse auf und rief sogar für uns an, kündigte unser Kommen an.

In der Tierklinik wartete man schon auf uns, wir kamen sofort dran. Leider musste die Taube eingeschläfert werden, aber man sagte mir, es wäre sehr gut gewesen, dass ich gekommen bin, die Taube musste entsetzliche Schmerzen gehabt haben. Sie hatte einen offenen Knochenbruch und dieser hatte sich schon infiziert. Man zeigte mir auch den herausragenden blutigen Knochen.

Auch wenn ich die Taube nicht retten konnte, so bin ich nun doch froh, dass ich sie hingebracht habe. Eine Taube hat eben nicht die nötige Mimik uns zu zeigen, wie sehr sie leidet. Sie wurde von starken Schmerzen erlöst, die sie noch lange geplagt hätten. Am gebrochenen Flügel selbst wäre sie nicht gestorben, vermutlich aber an der Infektion. Möglicherweise wäre sie aber auch qualvoll verhungert oder aufgrund ihrer Wehrlosigkeit der Natur oder einem Menschen zum Opfer gefallen.

Schön finde ich, dass man mich sowohl im Tierheim als auch in der Tierklinik sofort freundlich empfangen und ernstgenommen hat. Auch diese wilde Taube wurde als „Patient“ aufgenommen, untersucht, von Ihren Leiden erlöst. Da es sich um ein Wildtier handelte, wollte man auch kein Geld von mir.

Bitte schaut ebenfalls nicht weg, wenn Ihr ein Tier in Not entdeckt, denn sie können sich nicht selbst helfen und sind auf unsere Hilfe angewiesen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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