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Tod für die Tiere – „Mindestlohn“ für Schlachter?

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Arbeitgeberverband Nahrung und Genuss (ANG) einigten sich auf einen Mindestlohn für die Fleischwirtschaft ab 1.Juli 2014 von 7,75/Std. brutto mit stufenweisem Anstieg auf 8,75/Std. bis 2016(!).

Dass dies weder das Image der Fleischbranche, die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer, noch das Töten der Tiere in irgendeiner Weise verändern wird dabei nicht erwähnt. Im Akkord werden Abertausende Tiere jede Minute in Deutschland getötet. Und das Band hält nie still.

Des Weiteren ist fraglich, was mit besagtem Mindestlohn für die Hungerlohn-Arbeiter passiert. In der üblichen Verfahrensweise wird der Lohn nicht direkt an die Arbeitnehmer, sondern an die Subunternehmen bezahlt, welche wiederrum für die Auszahlung der Löhne an die Arbeiter zuständig sind. Zudem sind die Billiglohn-Arbeiter bei Subunternehmen aus dem Ausland unter Vertrag, sodass hier oftmals deutsches Arbeitsrecht nicht gilt. Und genau da liegt das Problem; Die Arbeitnehmer haben Lohnabzüge für Arbeitsmittel und Unterkunft stillschweigend hinzunehmen. Kritikern droht hier die Arbeitslosigkeit.

Bereits im letzten Jahr wurde wiederholt sogar in öffentlich-rechtlichen Medien publiziert, dass viele Arbeiter in der Fleischbranche unter sklavenähnlichen Bedingungen hausen und arbeiten müssen, für einen Hungerlohn, der kaum zum (Über-)Leben reicht. Viele von ihnen stammen aus Osteuropa und werden von deutschen Subunternehmen von im Ausland sitzenden Firmen gebucht. Die wirtschaftliche Armut in ihren Heimatländern treibt sie dazu unter diesen entsetzlichen Bedingungen ihr grausames Werk zu vollbringen.

Das System Fleischwirtschaft schreckt eben nicht vor Ausbeutung zurück, egal ob Tier, Mensch oder Umwelt. Wer wirklich aktiv Leid vermeiden will wird sich über kurz oder lang für eine rein pflanzlich basierte Lebensweise entscheiden. Und wir können hier dabei helfen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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