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The Lobster – warum Colin Farrell gerne ein Hummer sein möchte

Seit 23. Juni läuft ein Film in einigen ausgewählten Kinos, den wir euch gerne empfehlen möchten: The Lobster.

Worum geht es? In naher Zukunft werden Singles verhaftet und in ein Hotel mit anderen Singles gesperrt. Nun haben sie 45 Tage Zeit, um einen Partner zu finden. Gelingt dies nicht, werden sie in ein Tier verwandelt. Der Hauptdarsteller, Colin Farrell, wählt den Hummer, „weil sie über 100 Jahre alt werden, blaues Blut wie Aristokraten haben und ein Leben lang fruchtbar sind“.

Colin Farrell alias David, möchte kein Löwe sein und auch kein Adler, er möchte ein Hummer sein. Hummer sind in der Tat keine typischen Sympathieträger. Sie haben kein weiches Fell und keine großen sanften Augen. Statt Pfoten haben sie Scheren. Aber wie alle Tiere haben sie das Recht darauf, ihr Leben selbstbestimmt und in Freiheit zu führen.

Je mehr man über Hummer erfährt, umso faszinierender sind sie:

Sie haben blaues Blut (Hämolymphe), werden älter als Elefanten, kauen mit dem Magen und wachsen ein Leben lang, wobei sie ihren Panzer immer wieder erneuern. Mit ihren Sinneshaaren spüren sie taktile Reize ebenso gut, wie wenn sie eine dünne Haut hätten, registrieren daher Temperaturunterschiede im Wasser von nur 1 oder 2°C und richten ihre Wanderungen danach aus. Was für eine Sensibilität! Dennoch werden sie lebend in einen Kochtopf geworfen. „Ist es in Ordnung ein mit Sinnen ausgestattes Wesen lebendig zu kochen, nur um seine kulinarischen Vorlieben zu befriedigen?“ fragte der Schriftsteller David Foster Wallace seine Leser.

Studien zeigen, dass Krebstiere Schmerzen spüren, ängstlich sind und positiv auf Schmerzmittel reagieren. Bitte hilf uns, auf das Leid der Hummer aufmerksam zu machen. Melde uns, wenn du in einem Restaurant Hummer auf der Speisekarte siehst. Und fordere METRO auf, den Verkauf von Hummern einzustellen oder verteile selbst unsere Hummer-Flyer. Vielen Dank!

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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