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Tauben: Immer wieder Opfer von Gewalt

Regelmäßig erreichen uns Meldungen von vergifteten, geköpften und misshandelten Tauben. So auch am vergangenen Wochenende. Ein Anwohner bemerkte auf einer Wiese in Jena mehrere Tauben, in deren Körpern Pfeile steckten. Diese wurden vermutlich mit einem Blasrohr auf die Tiere abgeschossen. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. PETA setzte eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen.

Die Tauben in Jena konnten leider nicht eingefangen werden und starben vermutlich qualvoll an ihren Verletzungen. Wie kann es sein, dass Menschen diesen sensiblen, treuen Vögeln solches Leid zufügen? Ist es Wut wegen des Taubenkots, Hass auf ihr friedliches Gurren oder reine Freude an der Quälerei eines Lebewesens? Wie auch immer – Tierquälerei ist nicht nur unentschuldbar, sondern auch eine Straftat, die mit einer Geldbuße oder sogar Gefängnisstrafe von bis zu 3 Jahren geahndet werden kann.

Neben Taubenhassern und Tierquälern sind die Vögel noch vielen weiteren Gefahren ausgesetzt. „Stadttauben“ leiden unter ständigem Hunger- und Nahrungsstress, weshalb sie oft nur etwa zwei bis drei Jahre alt werden. Schätzungsweise 90 Prozent der Jungtauben überleben das erste Lebensjahr nicht. Hinzu kommt, dass viele Städte versuchen, die Taubenpopulationen durch Fütterungsverbote, Abwehrsysteme und grausame Taubenfallen zu kontrollieren – ohne merklichen Erfolg und zum Leid der Vögel.

Dabei könnte die Stadttaubenpopulation viel einfacher und vor allem tierleidfrei durch betreute Taubenschläge kontrolliert werden. In diesen regelmäßig gereinigten Taubenhäusern würde den Tieren ein gesundes, glückliches Leben ermöglicht. Sie würden dort artgerecht gefüttert und ihre Fortpflanzung könnte auf humane Weise verhindert werden. Dieses Konzept wurde bereits in einigen deutschen Großstädten wie Augsburg oder Frankfurt erfolgreich umgesetzt. Durch ein Verbot von Brieftaubenrennen könnte verhindert werden, dass sich verirrte, erschöpfte Tiere ansiedeln und die Stadttaubenpopulation stetig vergrößern.

Vielleicht könnt auch ihr euch bei eurer Gemeinde erkundigen, ob es in eurer Stadt betreute Taubenhäuser gibt und wenn nicht, den Bürgermeister dazu auffordern, diese einzuführen. Stadttauben-Hilfsprojekte geben euch gerne Tipps, wie so ein Projekt verwirklicht wird. Und wenn ihr eine verletzte Taube findet, schaut bitte nicht weg! Viele Tierärzte und Tierheime behandeln Wildtiere, zu denen auch „Stadttauben“ zählen, kostenlos.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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