Ernährung Verschiedenes

Stiftung Warentest: Quecksilber in allen Thunfischdosen … und Ethoxyquin im Lachs

© iStock/BorisPamikov

Die in Deutschland mit am meisten verzehrten Fische, Thunfisch und Lachs, enthalten Quecksilber und Ethoxyquin

Thunfisch: Er gehört zu den meist gegessenen Fischen Deutschlands. Stiftung Warentest hat vor Kurzem 16 Thunfischdosen und vier Tiefkühl-Thunfischsteaks auf Schadstoffe untersucht – und herausgefunden, dass in allen Proben der Schadstoff Quecksilber enthalten ist.

Der Verzehr von Quecksilber, in Lebensmitteln hauptsächlich in Fischen enthalten, kann das Nervensystem schädigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät daher besonders Schwangeren und stillenden Müttern vom Verzehr von Thunfisch ab.

Mineralöl und krebserregende Verbindungen im Biothunfisch

In zwei Biofischkonserven fanden die Tester bedenkliche Konzentrationen an Mineralölen, darunter möglicherweise auch krebserregende Verbindungen. Die Probleme liegen laut Angabe der Tester im Verarbeitungsprozess, der die Schadstoffe 3-MCPF und Glycidyl-Ester mit sich bringt. Beide sind unvermeidbar und gelten als potenziell krebserregend.

Lachs enthält das Pflanzenschutzmittel Ethoxyquin

Lachs stammt meist aus Zuchtfarmen und die Fischwirte geben dem Fischfutter („Fischmehl“), das  ursprünglich als Pflanzenschutzmittel eingesetzte Ethoxyquin hinzu. Wegen seiner Toxizität wird Ethoxyquin in der EU seit 2011 nicht mehr in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Zusatzstoff für Tierfutter ist es hingegen erlaubt. Werden Lachse in Netzkäfigen gehalten, gelangt Ethoxyquin auch ins Meer und wird von anderen Fischen verspeist. So gelangt Ethoxyquin auch in unseren Körper.

Grenzwerte für Ethoxyquin in allen Lebensmitteln- außer im Fisch

Während es für  Ethoxyquin und dessen Abbauprodukte Grenzwerte in Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Nüssen und Fleisch gibt, gibt es diese Grenzwerte nicht für Fisch, obgleich hier teilweise sehr hohe Konzentrationen des Stoffes gefunden werden.

Was verursacht Ethoxyquin?

Laut des Vereins Fair-Fish kommen neue Studien zu dem Schluss, dass Abbauprodukte von Ethoxyquin sowie darin vorkommende Verunreinigungen vermutlich krebserregend sind und in unser Gehirn gelangen können.

Fische sind freundliche und fühlende Lebewesen

Viele Taucher berichten, dass sich Fische gerne füttern und streicheln lassen und „ihre“ Menschen wieder erkennen, genau wie Hunde. Fische schließen enge Zweier-Freundschaften oder halten in der Gruppe abwechselnd Wache, damit ihre Freunde unbesorgt essen können. Manche Fisch-Papas beschützen ihre Jungen und bleiben tage- bis wochenlang bei den Eiern bis die Jungtiere schlüpfen.

Fische haben ein meist spannendes Leben mit Freundschaft und Familie und vielen Abenteuern. Lassen wir sie in Ruhe ihr Leben leben. Ohnehin leben wir gesünder ohne die Schadstoffe im Fischfleisch. Kennt ihr schon unser Veganstart-Programm? Falls nicht, hier geht ’s lang.

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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