Verschiedenes

Spielfilme für Tierrechtler und solche, die es werden wollen

Menschen kommen auf unterschiedliche Weise mit Tierrechten in Kontakt – warum nicht also auch über Spielfilme? Die Mischung aus Thema, Handlung, Gestaltung, Musik hinterlässt oft nachhaltige Spuren in uns, und anderen. Welche Filme – auf den ersten Blick mehr oder weniger – Tierrechtsbotschaften enthalten, zeigt euch meine (persönliche) Spielfilm-Hit-List:

Jetzt mal ehrlich – wer hat nicht Rotz und Wasser geheult als Bambis Mutter abgeknallt wurde – oder die Luft angehalten, als Bambi selbst vor Jägern flieht und angeschossen wird… Und das passiert täglich, weltweit, weil manche Leute das Töten von Tieren als Hobby sehen. Sie haben wohl nie Bambi gesehen….

Und noch so ein Trickfilm Klassiker, der schon Kids eine tierfreundliche Lebensweise vermittelt und auch Erwachsene wachrütteln kann: Findet Nemo! Spätestens von den vegetarischen Haien sollten wir alle gelernt haben, dass Fische Freunde und kein Essen sind. Und – genauso wichtig, dass Aquarien nie und niemals Heimat für Fische sein können!

Und so könnte es fast ewig weitergehen mit Trickfilmen… besonders die Konferenz der Tiere und Aufstand der Tiere (Animal Farm) ist noch hervorzuheben, es soll ja hier kein Trickfilmfestival werden… 🙂

Bei Schweinchen Babe habe ich mir lange überlegt, ob ich es auf die Liste nehmen kann oder nicht – immerhin waren echte Tiere im Einsatz – aber der Film hat so unglaublich viele Menschen, unter anderem den Schauspieler James Cromwell, dazu gebracht Fleisch von ihren Tellern zu verbannen. Deshalb kann der Film einfach nicht fehlen…

Obwohl bei Kritikern und breitem Publikum nicht gut angenommen, hat mich persönlich kaum ein Film nachhaltig mehr berührt als Instinkt. Biologe Dr. Ethan Powell, grandios gespielt von Sir Anthony Hopkins, lebt mit Gorillas zusammen und die enge Definition von Familie wird aufgebrochen. Warum sollte Familie auch nur aus Blutsverwandten bestehen und nicht auch Tiere mit einschließen, mit denen wir unser Leben teilen? Bleiben wir beim Thema und unseren nächsten Verwandten: Gorillas im Nebel – dieses Mal auf wahren Begebenheiten beruhend, aber nicht weniger dramatisch – geht um das Leben und die Arbeit der Forscherin Dian Fossey.

Sweeney Todd? Warum taucht dieser Film hier auf? Nur weil Johnny Depp mitspielt und er wohl kürzlich aus Liebe zu seiner Angebeteten vegan lebt? Nein, nicht nur… Mrs. Lovett verpackt in ihren Pasteten Menschenfleisch. Und für den aufmerksamen Zuschauer stellt sich die Frage: wo ist denn eigentlich der Unterschied? Und für die Liebhaber klassischer Filme: Soylent Green hat einen ähnlichen Kniff (sorry, Spoiler, für alle, die den berühmten Satz am Ende des Files nicht kennen)…und auch bei Grüne Tomaten ist nicht alles Fleisch tierischen Ursprungs…

An alle, die es gefühlsbetont oder leicht kitschig mögen… Sweet November mit Charlize Theron und Keanu Reeves zeigt gleich zu Beginn, wie sie als Aktivistin Hunde aus einem Labor befreit. Marley und ich dreht sich fast komplett um das vierbeinige Familienmitglied. Noch mehr Treue zwischen zwei- und vier-Beinern wird im Film Hachiko gezeigt.

Und nun das Kontrastprogramm: Black Sheep ist was für Fans skurriler Horrorkomödien und definitiv nichts für schwache Nerven ist Seed…und natürlich The Texas Chain Saw Massacre.

Kaum ein Film zeigt, was in der menschlichen Natur im Umgang mit anderen Kreaturen liegt, wie Avatar… Die Spezies der Na’vi auf Pandora kann problemlos ausgetauscht werden mit Tieren, die auf der Erden unter dem Egoismus der Menschheit leben müssen…

Und ganz frisch dazu gesellt sich Noah. Auch ganz ohne religiösen Hintergrund, sind wir unserer Mitwelt verpflichtet und tragen mit unserem Handeln immer auch eine Verantwortung. OK, OK, das ist zwar schön zu wissen, doch nicht unbedingt der Grund, warum es Noah in diese Top 10 geschafft hat: Regisseur Darren Aronofsky, nutzte die CGI-Technik („computer-generated imagery“), um Tieren den Stress am Set und die Qualen des Trainings zu ersparen. Auch mit CGI gedreht wurde schon Planet der Affen: Prevolution.

Für alle, die gerne Filme im englischen Original anschauen ist Year of the Dog ein MUSS. Kaum ein Film zeigt, wie die Liebe zu einem Tier zu Tierrechtsaktivismus führen kann (wobei man sich die Hauptdarstellerin nicht in jedem Punkt zum Vorbild nehmen sollte 😉 ).

Welchen SPIELFILM hab ich vergessen? Welchen muss man eurer Meinung nach unbedingt gesehen haben? Her mit euren Tipps! 🙂

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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