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Sir Roger Moore: Der Mann mit dem goldenen Herzen

Sir Roger Moore
© Michael Germana/starmaxinc.com

Mit dem Tod von Sir Roger Moore verlieren die Tiere einen wahren Freund.

Unsere Kollegin Yvonne Taylor von PETA UK findet bewegende und dankbare Worte in diesem Gastblog

Traurige Nachrichten: Sir Roger Moore ist von uns gegangen. Der verlässliche PETA-Unterstützer ist den meisten Menschen wohl bekannt für seine charmante Darstellung von James Bond. Doch für uns war sein größter Erfolg sein Engagement für die Tiere. Er hat sich in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt – vom Kampf gegen Tiermissbrauch im Zirkus bis hin zu den für Foie gras gequälten Vögeln.

Sir Roger Moore nahm nie ein Blatt vor den Mund, wenn er über Tierquälerei sprach:

Der „Jagdsport“ ist eine Krankheit, eine Perversion und eine Gefahr und sollte als solches anerkannt werden. Wer beim Jagen und Töten hilfloser Tiere „Vergnügen“ empfindet, kann nur geistesgestört sein.

Gleichzeitig war er ein bescheidener und großzügiger Mann. Er zahlte eine Werbekampagne, mit der die britische Ladenkette Selfridges unter Druck gesetzt wurde, keine Foie gras mehr zu verkaufen (und die Kampagne hatte Erfolg!). Außerdem kommentierte er ein Video über das Tierqualprodukt Stopfleber, das von Hunderttausenden gesehen wurde. Und er forderte Abgeordnete auf, sich für ein Verkaufsverbot des Produkts einzusetzen. Er bestand stets darauf, niemals zu einem Essen zu gehen, bei dem – wie er es nannte – „Tierquälerei in Dosen“ serviert würde. Und war er in einem Restaurant und entdeckte Foie gras auf der Speisekarte, ging er zum Koch und sprach mit ihm darüber. Blieb die Stopfleber danach auf der Karte, ging er nie mehr in das Restaurant.

Sir Roger Moore demonstriert gegen Foie Gras für PETA UK

Als Sir Roger More erfuhr, dass ein Orca namens Morgan wildgefangen und in ein Becken gesteckt worden war, sagte er: „Jedem mit einem Hirn und einem Funken Mitgefühl muss klar sein, dass Meeresparks nichts als Betongefängnisse sind, in denen gefangengehaltene Meerestiere ein Leben voller Leid führen.“

Der mutige Fürsprecher legte sich sogar mit der königlichen Garde an und forderte die Regierung auf, die Bärenfellhüte der Soldaten durch synthetische Alternativen zu ersetzen.

Erst vor Kurzem kämpfte er gemeinsam mit PETA UK für Tiger und Löwen. Er schrieb einen bewegenden Artikel, in dem er die Premierministerin aufforderte, endlich das langersehnte Wildtierverbot im Zirkus einzuführen. Kritikern begegnete er mit einem Lächeln:

 

https://twitter.com/sirrogermoore/status/818479283500937218

 

Auf die Kritik des letzten britischen „Löwenbändigers“ hin erklärte Sir Roger Moore, warum der Einsatz von Tieren im Zirkus völlig inakzeptabel ist:

Man kann von jemandem, der Tiere ankettet, sie auspeitscht und anderweitig dominiert, nicht erwarten, sich wie ein Gentleman zu verhalten. … Er mag vielleicht unfähig sein, sich moralisch weiterzuentwickeln, aber der Rest von uns ist es nicht. Und da wir nun wissen, dass der Geist von Elefanten, Löwen und anderen Tieren gebrochen wird und dass diese Tiere allem beraubt werden, was ihnen wichtig ist, nur damit sie sinnlose Tricks aufführen wie auf einem Ball zu balancieren, haben wir in Zukunft sicher keinen Spaß mehr daran.

Mit Sir Roger Moore zu arbeiten war eine Inspiration. Scharfsinnig und charmant nannte er Tierquälerei beim Namen. PETA wird nie aufhören, für die Tiere zu kämpfen, die ihm so am Herzen lagen.

Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Kristina, seinen Kindern Deborah, Geoffrey und Christian und seinem Assistenten Gareth.

Sir Roger Moore war bis zum Schluss ein Gentleman und wir werden ihn schmerzlich vermissen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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