Verschiedenes

Pferderipper in Norddeutschland gefasst

Ein Tierquäler misshandelte in den vergangenen Monaten in mindestens dreizehn Fällen Stuten und Hengste im Landkreis Harburg. Er schlug und quälte die Tiere so sehr, dass sie Prellungen erlitten oder mit schweren inneren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden mussten. Seine Taten waren offenbar sexuell motiviert. Pferdehalter im Raum Tostedt waren zu Recht in großer Sorge. Nicht jeder hatte die Möglichkeit, seine Tiere nachts in einem verschlossenen Stall unterzubringen. So gingen Pferdehalter auf nächtliche Streife, schoben in Wohnwagen, die neben den Weiden aufgestellt wurden, Wache.

 

Polizei nimmt Fälle sehr ernst

 

Auch die Polizei war alarmiert und nahm die Fälle von Tierquälerei sehr ernst. Medienberichten zufolge hatte die Behörde nach ersten Zeugenaufrufen eine siebenköpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt, die Hinweisen aus der Bevölkerung nachging und Spuren auswertete. PETA unterstützte die Ermittlungen mit der Aussetzung einer Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zur Ermittlung und Verurteilung des Tierquälers führen. Außerdem gaben wir Pferdehaltern Tipps, wie sie am besten ihre Tiere schützen können, wenn ein Pferderipper umgeht.

Die Polizei fuhr vermehrt Streife. Pferdehalter waren dazu angehalten, jede noch so kleine Veränderung an den Tieren, Weiden oder Stallungen zu beobachten und der Behörde sofort mitzuteilen. Zahlreiche Hinweise auf den Täter gingen bei der Polizei ein. Eine Wildkamera filmte den Tierquäler sogar, wie er nachts einer Stute Gegenstände sowie den eigenen Arm in den After steckte.

 

Täter in flagranti geschnappt

 

Jetzt wurde der Täter – ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Harburg – in flagranti erwischt.  Er gestand nahezu alle bekannt gewordenen Taten begangen zu haben. Der Mann, der sich selbst als „Zoophilist“ bezeichnet, befindet sich offenbar bereits in therapeutischer Behandlung und wird sich nun wegen zum Teil schwerster Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht verantworten müssen. Ihm droht eine hohe Geld- oder eine Haftstrafe.

 

Zoophilie, Sodomie oder der sexuelle Missbrauch von Tieren

Zoophilie bezeichnet den sexuellen Umgang mit Tieren. Auch wenn das Tierschutzgesetz Zoophilie bzw. Sodomie seit 2013 verbietet und mit Geldbußen sanktioniert, ist sie auch in der deutschen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Problem. PETA setzt sich daher für eine aktive Strafverfolgung in den Fällen von Sodomie ein. Wir können gar nicht oft genug darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Tierquäler zur Rechenschaft zu ziehen. Denn sadistische Täter belassen es häufig nicht bei Tierquälerei und vergehen sich später unter Umständen auch an Menschen. Insbesondere Taten mit möglichem sexuellem Hintergrund dienen oft als Anzeichen für eine Vorstufe schwerer Sexual- und Gewaltverbrechen an Menschen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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