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Onassis-Erbin stürzt bei Springturnier in Genf: Pferd tot

Bei dem am vergangenen Donnerstag ausgetragenen Springturnier in Genf stürzte Athina Onassis de Miranda mit ihrer Schimmelstute Camille schwer, als das Pferd über ein 160 cm hohes Hindernis springen musste. Das Tier wurde wenig später eingeschläfert, die Reiterin blieb unverletzt.

Solche Unglücke sind vor allem im professionellen Turniersport keine Einzelfälle. Es ist kein Geheimnis, dass vom Ehrgeiz getriebene Reiter ihre Tiere unter Druck setzen, um bei Wettbewerben vordere Platzierungen zu erzielen. Den Pferden werden systembedingt Leistungen abverlangt, denen sie nicht gewachsen sind – ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, der aber aufgrund der mächtigen Turnier-Lobby nicht geahndet wird. Wir setzen uns für Verbot von Pferdesport-Turnieren in Deutschland ein.

Pferde werden systematisch als „Sportgeräte“ missbraucht

Bei Springturnieren sind die Hürden in den höchsten Klassen bis zu 1,60 m hoch. Daher kommt es häufig vor, dass Pferde einen Sprung „verweigern“ oder schwere Verletzungen davontragen, wenn sie in die Hindernisse regelrecht hineinstürzen. Kommt es dabei zu einer Fraktur oder Sehnenverletzung des Pferdebeines, ist das Tier für den Sport „unbrauchbar“ und wird häufig eingeschläfert oder zum Schlachter gebracht. Über derart hohe Hindernisse zu springen entspricht in keiner Weise den natürlichen Bewegungsabläufen dieser Tiere. Denn in der Natur setzen die Fluchttiere nur in ausweglosen Situationen über Hürden. Im Wettkampfsport werden Pferde gezwungen, bereits im Alter von drei Jahren Hindernisse zu nehmen. Noch nicht einmal ausgewachsen, werden sie auch mit verschiedenen tierquälerischen Methoden dazu gebracht, höher zu springen. Beispielsweise werden beim sogenannten Blistern die Röhrbeine der Pferde mit einer chemischen Substanz eingerieben, die zu Schmerzen führt, sobald das Tier eine Stange berührt.

Bitte besuche keine Pferdesportveranstaltungen und kläre Freunde und Bekannte auf. Weitere Infos hier.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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