Aktiv sein Ernährung Verschiedenes

Niemals sprachlos – Vorurteile geschickt kontern

Keine Lust mehr, bei Diskussionen über vegane Ernährung immer die gleichen Vorurteile zu ertragen? Wir auch nicht! Deshalb haben wie hier die Häufigsten zusammengetragen, und entlarven „Argumente“ als plumpe Vorurteile.

  • Das „Traditions-„ oder „Schon immer“-Scheinargument
    Die Art und Weise, wie Tiere für Essen behandelt, gehalten und getötet, entbehrt jeder Natürlichkeit. Hühner, die normalerweise zehn bis fünfzehn Jahre alt werden, werden in überfüllte und dreckige Käfige gesteckt, ohne je nach draußen an die frische Luft zu kommen und werden geschlachtet, wenn sie fünf bis sechs Wochen alt sind – das ist nicht natürlich! Nur weil wir Tiere töten können, heißt das noch lange nicht, dass wir das sollten. Nur weil Dinge eine Tradition haben, sind sie noch lange nicht richtig. Frauen hatten über Jahrtausende keine Rechte, dunkelhäutige Menschen wurden versklavt, Frauen werden beschnitten und in vielen Gefängnissen werden Menschen noch immer gefoltert – die Menschen, die darin involviert sind und waren, sahen und sehen sich nicht im Unrecht. Genauso, wie Du entscheiden kannst, Menschen oder der Umwelt zu helfen, kannst Du Barmherzigkeit Tieren gegenüber beschließen, einfach, indem du sie nicht mehr isst.
  • Das „Man sollte sich für Menschen einsetzen“-Scheinargument
    Tatsache ist, dass wir durch den Konsum von Fleisch den Armen und Hungernden der Welt das Essen wegnehmen. 70% des Getreideanbaus wird an Tiere verfüttert, damit man Fleisch hat, statt das Getreide direkt den Menschen zu geben. Außerdem kannst Du Dich ja für Menschenrechte einsetzen, und Dich daneben auch noch pflanzlich ernähren, das kostet keine extra Zeit, ist gesund und Du hilfst gleichzeitig den Tieren! Und da die Fleischindustrie einer der größten Umweltverschmutzer  der Erde ist, hilfst Du damit letztlich auch dem Menschen. Warum sollte man nicht Tierquälerei stoppen, egal was die politische Priorität ist? Jedes Mal wenn ich mich zum Essen hinsetze, treffe ich eine konkrete Entscheidung darüber, wer ich in dieser Welt sein möchte. Möchte ich das Maß an Gewalt, Elend und Blutvergießen in dieser Welt erhöhen oder eine freundliche, von Mitgefühl geprägte Entscheidung treffen.
  • Die „Ich esse nur Biofleisch“-Ausrede
    Bio-Tiere haben kein besseres Leben, nur weil sie einige Quadratzentimeter mehr Platz haben, oder sie nicht mit Gen-Futter oder Antibiotika gefuttert werden. Auch in der Bio-Industrie geht es um Profit – das Tier wird zu einer Ware, das nach wirtschaftlichem Ermessen behandelt wird. Und eins sollten wir nicht vergessen: Ein gewaltfreies Töten gibt es auch nicht auf Bio-Höfen – und auch Tiertransporte bleiben diesen Tieren nicht erspart. Im Grunde gibt es bei den meisten Großproduzenten von Bio- Produkten für die Tiere keinen großen Unterschied mehr zu konventioneller Produktion, wie unter Anderem PETA-Recherchen immer wieder eindrucksvoll zeigen. Manche Menschen versuchen verzweifelt von dem Fakt abzusehen, dass 97-99% der tierlichen Produkte aus Intensivhaltung kommen und denken an diese hypothetische, erfundene kleine Farm irgendwo im Nirgendwo, wo alle Tiere über riesige Felder springen und „human“ totgestreichelt werden. Die Wahrheit ist: solche Farmen gibt es nicht. Die Standards der Massentierhaltung (wo männliche Küken lebendig zerstampft werden, Muttersäue in so kleinen Käfigen gehalten werden, dass sie sich nicht mal hinlegen können und wo männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert werden) sind die kalte und grausame Realität der Tiere, die für Nahrung getötet werden.
  • Die „Fleisch ist zu lecker“-Ausrede
    Das musst Du nicht! Die allermeisten von uns sind mit Fleisch und Käse aufgewachsen. Aber man muss diese Dinge nicht aufgegeben, das gibt es auch alles ohne die Tierquälerei aus Soja, Seitan und ähnlichem! Viele Veganer haben selbst jahrelang Fleisch gegessen und den Geschmack von Fleisch gemocht. Aber dann haben wir eingesehen, dass es Dinge gibt, die wichtiger sind als unsere Geschmacksknospen – gerade heutzutage wo vegane Menschen überhaupt keine geschmacklichen Einbußen mehr haben.

Wenn du noch mehr Informationen möchtest kannst du dich hier bzw. hier umschauen. Weitere Mythen über die vegane Ernährung findest du auch hier. Dein „Lieblings“-Vorurteil war nicht dabei? Kommentiere und schreib uns, welches unsinnige Argument du am liebsten nie wieder hören würdest!

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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