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Milchfrei in 10 Schritten

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Wie kommen Menschen dazu vegan zu leben? Was ist so schlimm an Milch und was essen die Leute überhaupt noch?

Wer sich bereits vegan ernährt hat diese 10 Phasen schon hinter sich und muss immer wieder brav und geduldig auf diese Fragen antworten.

Phase 1: Vegan was ist das?

Es gibt tatsächlich Menschen, die keine Milchprodukte zu sich nehmen. Ja irgendwann stößt jeder einmal auf einen Veganer oder einen Artikel über die negativen Aspekte der Milch. Und plötzlich beginnt man genauer darüber nachzudenken. Vielleicht informiert sich der ein oder andere auch im Internet oder schaut sich Dokumentationen im TV an.

Phase 2: Die Milchwirtschaft ist böse

Jedes Jahr werden für die Werbung und das Vermarkten von Milchprodukten in Deutschland über 500 Millionen Euro ausgegeben. Die Milchkuh steht längst nicht mehr idyllisch im lila Gewand auf der Weise und erfreut sich ihres Lebens, nein, sie wird künstlich befruchtet, ihr Kälbchen wird ihr wenige Tage nach der Geburt genommen, sie selbst ist nach ca. fünf Jahren nicht mehr wirtschaftlich genug und muss daher zum Schlachter.

Phase 3: Oh ich trinke nur noch Bio-Milch!

Ja die Bio-Branche boomt, doch auch hier wird den Kühen ihr Kalb genommen, auch hier wird die Kuh nach 5 oder 6 Jahren nicht in den Ruhestand sondern zum Schlachter geschickt und auch hier ist Anbindehaltung kein Fremdwort. „Bio“ ist ein Begriff aus der Landwirtschaft und die ökologische Landbewirtschaftung des Bodens ist besser für die Umwelt. Mit Tierrechten hat „Bio“ allerdings kaum was zu tun.

Phase 4: Aber sogar meine Oma schwört auf die gesundheitlichen Vorteile von Milch! Ist denn Milch so schlimm?

Was genau ist denn das besondere an Milch? Vitamin D, Vitamin E und Kalzium? Ja! Und genau diese Nährstoffe gibt es zur Genüge in Mineralwasser, in Ölen und Nüssen und der menschliche Körper produziert im Sonnenlicht selbst Vitamin D. Mit den pflanzlichen Lebensmitteln nehmt ihr noch viele weiter gesunde sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe auf. Milch dagegen enthält Cholesterin, gesättigte Fettsäuren, sie kann Rückstände von Schwangerschaftshormonen und Antibiotika enthalten. In der Ernährungswissenschaft ist bekannt, dass sich gesättigte Fette und Cholesterin ungünstig auf die Blutfettwerte auswirken und Herzkrankheiten damit in Verbindung stehen. Auch die gefürchteten Antibiotikaresistenzen werden durch den Konsum tierischer Produkte und den unüberlegten Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung gefördert.

Phase 5: Jetzt wo du es sagst… ich kenne Leute, die vertragen keine Milch.

Mehr als 80% der Weltbevölkerung haben eine natürliche Laktoseintoleranz. Säuglinge haben noch das Enzym Laktase, das Laktose spalten und verdaubar machen kann. Wenn das Baby älter wird, wird das Enzym nicht mehr gebildet. Wir sind nicht dazu geboren die Muttermilch einer anderen Art zu trinken.

Phase 6: Und wenn ich jetzt Osteoporose bekomme?

Gerade in Ländern, in denen die Menschen wenig oder keine Milchprodukte verzehren, sind auch die Osteoporoseraten niedriger als in Europa und den USA. Zur Vorbeugung von Osteoporose ist es wichtig genügend Kalzium und Vitamin D aufzunehmen. Dazu braucht man keine Milchprodukte.

Phase 7: Meine Familie zieht nicht mit. Jetzt muss ich mir was überlegen.

Erklärt eurer Familie bei einem selbst gekochten veganen Essen, warum ihr euch dafür entschieden habt tierische Produkte/Milchprodukte vom Speiseplan zu streichen. Es dürfte kein Problem sein auch einige Pflanzendrinks und Gemüseaufstriche mit einzukaufen und bei den Soßen die Sahne durch Sojacreme zu ersetzen. Zeigt eurer Familie die 10 besten Milchersatzprodukte.

Phase 8: Und unterwegs?

Unter www.peta.de/restaurants findet ihr vegan-freundliche Restaurants. Ob Gemüsepizza ohne Käse, Falafel mit Erdnussoße oder chinesisches Gemüse mit Reis,…jeder Länderküche bietet Alternativen. Wenn ihr den Eindruck habt man nimmt euch nicht ernst, erklärt dem Verkäufer ihr hättet eine Laktoseintoleranz. Ihr werdet sehen, es hilft ungemein!

Phase 9: Zu Gast bei Oma und es gibt die schönste Sahnetorte?

Auch hier hilft es ruhig und höflich den eigenen Standpunkt zu vertretend, ohne die anderen dabei anzugreifen. Wenn man eingeladen ist, freut sich der Gastgeber auch immer über einen selbst gebackenen Kuchen, natürlich vegan! Das nächste Mal geht der Gastgeber vielleicht sogar auf die vegane Ernährung ein.

Phase 10: Es läuft!

Ja und plötzlich stellt man fest: Warum habe ich mir den so viele Gedanken gemacht? Es ist doch ganz einfach ohne Milchprodukte zurecht zu kommen!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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