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Lehrer tötet Kaninchen vor den Augen seiner Schulklasse

Im österreichischen Horn tötete ein Lehrer vor den Augen der Schüler und Schülerinnen seiner vierten Klasse zwei Kaninchen. Der Mann, der sich als „Hobbyzüchter“ bezeichnet, erlegt das erste Kaninchen mit einem Bolzenschussgerät und seziertes das leblose Tier anschließend. Die Kinder baten zum Teil weinend darum, dass zweite Kaninchen zu verschonen. Darauf erwiderte der Lehrer lediglich: „Das esse ich zum Abendessen“. Auch das Leben des zweiten Kaninchens blieb nicht verschont. Am Folgetag soll er das Vorgehen in einer anderen Klasse wiederholt haben. Eltern und Verantwortliche sind empört.

An dieser Stelle fragt sich PETAKids: Was genau hat die Eltern empört? Ist es die Tatsache, dass die Kinder durch das Töten einen Tieres falsche ethische und moralische Werte erlernen? Oder ist es eher die Tatsache, dass den Kindern der Akt des Tötens gezeigt wurde?

Klar ist: Das Sezieren im Unterricht ist eine gänzlich veraltete Methode, um jungen Menschen etwas über Lebewesen zu vermitteln. Der Biologie-Unterricht soll sich mit der Faszination des Lebens beschäftigen, dazu benötigt man keine getöteten Tiere. Bildmaterial und modernes Schulmaterial in interaktiver Form vermitteln Kindern die entscheidenden, biologischen Fakten. Gelerntes kann wiederholt werden, ohne das ein Tier dafür leiden muss. Dafür setzt sich PETA seit Jahren ein!

Denn der Bildungsauftrag sollte darin bestehen, Kinder und Jugendliche zu einem verantwortungsbewussten und ethischen Leben zu erziehen, so dass sie in die Lage versetzt werden, eigene Entscheidungen zu treffen.
Eine Frage bleibt noch offen: Hätten Eltern und Verantwortliche anders reagiert, wenn die Kaninchen bereits tot in die Schule mitgebracht worden wären, den Schülern also der Anblick des Tötungsaktes erspart geblieben wäre? Denn genau das war laut Spiegel – Bericht der Fall.

Würde das Vorgehen des Lehrers vor diesem Hintergrund anders bewertet werden, zeigt dass lediglich die vorherrschende Doppelmoral in unserer Gesellschaft, wenn es um den Umgang mit Tieren geht. So gilt noch immer landläufig die Meinung: Solange man Kindern die ganze Realität erspart und das entbehrungsreiche Leben der Tiere sowie den gewaltsamen Akt des Tötens verschleiert, dürfen sie „benutzt“ werden. So zum Beispiel für sinnlose Maßnahmen wie das Sezieren und auch als Nahrung.

Die willkürliche Unterscheidung in sogenannte Haus- und Nutztiere wird Kindern schon von klein auf beigebracht. Es erscheint vollkommen normal, Kindern Geschichten von angeblich fröhlichen Tieren auf dem Bauernhof vorzulesen und ihnen anschließend ein Schnitzel zu servieren. Fleisch wird in allen Schulmensen angeboten, moderne Schulen bieten ergänzend vegetarische und vegane Gerichte an. Das alles ist für viele Eltern in Ordnung, aber nur solange, bis ein Tier vor den Augen der Kinder getötet wird…

Laut Pressemeldung droht dem Lehrer nun ein Disziplinarverfahren. Dieser Schritt ist richtig, jedoch ist es an der Zeit, das Sezieren endlich per Gesetz zu untersagen. Hierfür wird sich PETA weiterhin mit aller Konsequenz einsetzen, bis kein Tier mehr für veraltete Lehrmethoden getötet wird. Denn: Jedes Tier hat ein Recht auf sein Leben! Eine weitere Notwendigkeit ist, die Vermittlung von Tierrechten in den schulischen Bildungsauftrag zu integrieren, damit Kinder und Jugendliche zu allen Tieren ein respektvolles Verhältnis entwickeln.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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