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Kommentar : „Sie behandeln uns wie Tiere“

Die aktuellen Worte der Flüchtlinge gegen Misshandlungen sind ein Hilfeschrei entrechteter Menschen. Doch diese Aussage ließ mich erschaudern, denn sie ließ tief blicken. Denn wie behandeln Menschen Tiere?

„Sehr schlecht“ wäre noch die harmloseste Antwort. Unser Verhältnis gegenüber den Tieren auf diesem Planeten ist tragischer Weise hauptsächlich gekennzeichnet durch Gewalt und Tod. Aktuell hat der WWF seine Studie „Living Planet Report 2014“ veröffentlicht. Das Fazit: Innerhalb der letzten 44 Jahren hat die Menschheit 52 Prozent aller Wirbeltierarten unwiderruflich ausgelöscht. Sei es durch die Jagd, Fischerei oder die unaufhaltsame Zerstörung der letzten natürlichen Lebensräume.

Doch damit nicht genug. Wir Menschen töten mit 65,5 Milliarden Rindern, Schweinen oder Hühner und über 2.700 Milliarden Fischen mehr Tiere pro Jahr, als es je Menschen auf dieser Welt gab. Seit der Steinzeit erblickten etwa 100 Milliarden Menschen das Licht dieser Erde. Was ist dies für eine Welt, in der niemand „wie ein Tier“ behandelt werden möchte? Am ersten Lebenstag geschreddert, als „wertloser“ Hahn, der keine Eier gibt? Als Kalb entrissen von meiner Mutter, damit sie weiter Milch produziert? Als Menschenaffe ein Gehirnimplantat zu ertragen?

Ebenso wie wir Flüchtlingen nicht mit Gewalt und Ausgrenzung begegnen sollten, sollten wir auch Tiere respektieren: Als Individuen mit eigenen Bedürfnissen nach Leben in Freiheit und Würde.

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Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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