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Interview über Tierquälerei im Jugendalter

Copyright Annegret Noble
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Heute hat uns wieder eine Mail erreicht, in der um Rat gebeten wird, wie man sich am besten verhalten soll: Ein Mitschüler quält immer wieder Tiere und prahlt damit. Ist das ein Jungenstreich? Soll man das Ganze überhaupt aufbauschen? Ist es überhaupt Tierquälerei gewesen? Außerdem, man kennt den Schüler und will ihn auch nicht verpetzen.

Immer wieder begegnen uns Fälle von Tierquälereien, in die Jugendliche verwickelt sind. Margaret Mead, Anthropologin sagt dazu: „Eines der gefährlichsten Dinge, das einem Kind passieren kann, ist, ein Tier zu töten oder zu quälen und einfach damit davonzukommen.“

Ist es Tierquälerei der Katze am Schwanz zu ziehen? Oder Steine auf Enten zu werfen? Leider wird Tiermissbrauch nur allzu oft als Kinderstreich oder Kavaliersdelikt angesehen. Doch Tierquälerei beginnt, wenn Kinder und Jugendliche Freude daran empfinden, Tiere zu quälen. Da bei kindlicher Tierquälerei ein Zusammenhang mit eigener Gewalterfahrung möglich ist, sollten Ursachen für die Aggression nicht übersehen werden. Um Empathie entwickeln und festigen zu können müssen Kinder und Jugendliche immer Feedback bekommen wenn sie Gewalt gegen fühlende Mitlebewesen verüben.

Auf den Eltern und Lehrerseiten erzählt Annegret Noble, Psychologin und Familientherapeutin, in einem Interview für Eltern & Lehrer, über ihre Erfahrungen mit dem Thema ‚Tierquälerei im Jugendalter‘.

Auszug aus dem Interview:

Wie sollten Eltern oder Pädagogen reagieren, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher Tiere quält?
„Es ist wichtig, nachzufragen, ob das Kind sich vorstellen kann, wie sich das Tier fühlt. Sehr junge Kinder und Kinder mit Bindungsstörungen haben oft Schwierigkeiten, angemessen mit Tieren umzugehen.
Ich erinnere mich an einen dreizehnjährigen Jungen, der unseren Ziegenbock gegen den Zaun gedrückt hatte und mit einem Stein auf ihn einschlug. Ein Betreuer nahm einen kleinen Stein und warf ihn in die Richtung des Jungen. Der Stein traf den Jungen leicht am Arm. Der Junge drehte sich empört um und konnte keinen Zusammenhang zwischen seinem Verhalten und dem Stein sehen. Auf Fragen, wie der Ziegenbock das Ganze wohl empfunden haben könnte, hatte er keine Antwort. „Wenn jemand das mit dir machen würde, glaubst du nicht, dass das weh tun könnte?“ „Schon, aber das ist doch nur eine Ziege.“ Er konnte sich nicht vorstellen, dass die Ziege Schmerz empfinden könnte.
Empathie, die Fähigkeit, eine Situation von der Perspektive eines anderen zu sehen und dessen Gefühle nachzuvollziehen, ist eine gelernte Fähigkeit. Eltern und Pädagogen sollten Kindern dabei helfen, Empathie zu entwickeln, indem sie ihnen immer wieder Fragen stellen, die Kinder dazu bringen, sich Gedanken über die Gefühle anderer zu machen. Dazu gehören nicht nur Menschen sondern eben auch Tiere.“ Annegret Noble

Außerdem finden Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte, Sozialarbeiter und Erzieher mehr Infos in der Broschüre MENSCHEN, DIE TIERE QUÄLEN, BELASSEN ES SELTEN DABEI …

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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