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Großbrand bei Straathof: Über 20.000 Tote in zwei Stunden

verdrecktes Schwein in massentierhaltung schaut ängstlich

Gefangen in einem Feuer-Inferno. Dein Haus brennt lichterloh und du kannst nur hoffen, dass du von den gifitgen Gasen möglichst schnell bewusstlos wirst. Dieses Horror-Szenario ist für über 20.000 Schweine auf einem Straathof Zuchtbetrieb grausame Realität geworden.

Wie die niederländische Presse berichtet, brach am vergangenen Donnerstag aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand im Schweinestall aus. In der „Bausubstanz“ aus leicht brennbarem Material breiteten sich die Flammen besonderes schnell aus. Als die Feuerwehr auf dem Straathof Betrieb in Erichem eintraf, stand sie bereits einem Großbrand gegenüber.

Das Feuer verlosch erst, als nach zwei Stunden die Stallgebäude komplett niedergebrannt und alle dort gehaltenen Schweine gestorben waren.

Ferkel in einer Mastanlage ähnlich Straathof
So oder so ähnlich kann man sich die Platzverhältnisse auf Straathof Betrieben vorstellen

Straathof wird zur Gefahr für Mensch und Tier

Das Drama um den Straathof-Brand hat noch lange kein Ende gefunden.

Das Feuer setzte große Mengen Asbest frei, die sich in der Umgebung verteilten. Dass Behörden vorsorglich die Milch eines naheliegenden Hofes auf giftige Bestandteile überprüft haben, zeigt den Ernst der Lage.

Durch die Asbestverunreinigung gestalten sich die Aufräumarbeiten besonders schwierig, denn sie müssen unter strengen Sicherheitsbestimmung stattfinden. Anstatt zum Wohle der Umwelt und der Anwohner schnell zu handeln, scheint Adriaan Straathof nicht für die teuren Aufräumarbeiten aufkommen zu wollen. Bis heute hat er noch keine Firma dafür beauftragt, sodass seit mittlerweile fünf Tagen 20.000 Kadaver in unter giftigem Bauschutt in der Sommerhitze liegen.

Kein Wunder, dass die Bewohner bereits über massiven Gestank berichten. Die Gemeinde wird sich bald fragen müssen, ob sie wegen drohender gesundheitlicher Gefahren die Aufräumarbeiten selbst vornimmt – womit erst einmal die Steuerzahler für den Schaden aufkommen würden.

Die Politik muss handeln

In Erichem waren die 20.000 Schweine in ehemaligen Hühnerställen untergebracht. Ein Sprecher der Familie Straathof beschreibt den Zustand der Ställe: Die Wände aus Holz, die Decken aus Bauschaum und alten Asbestplatten. Feuerwehrzufahrten gab es nicht. Derartige Bedingungen würden in anderem Zusammenhang als gravierende Missstände gelten – trotzdem sollen alle erforderlichen Lizenzen vorgelegen haben.

Einmal mehr wird deutlich:

Selbst wenn alle Gesetze eingehalten werden, sind Tiere in der Agrarindustrie permanent Qualen und Gefahren ausgesetzt!

Zwar haben Deutsche Gerichte zumindest im Fall Adriaan Straathof ein Tierhaltungsverbot wegen tierschutzwidriger Haltung ausgesprochen. Allerdings sind Stallbrände mit Todesfolge auch in Deutschen Betrieben keine Seltenheit – unabhängig von Haltungsform oder Tierart.

Dabei sind die niedrigen Brandschutz-Standards in der kommerziellen Tierhaltung nur ein Beispiel dafür, dass das Deutsche Rechtssystem den Profit über das Tierwohl stellt.

Gib den Tieren deine Stimme, um von Angela Merkel ein Ende der legalisierten Tierquälerei zu fordern!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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