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Die jährliche Tierquälerei von Iditarod

zwei Schlittenhunde in Alaska für Coca-Cola
(c) Alaskan Dude
© Alaskan Dude

Am 3. März startet das weltweit größte Hundeschlittenrennen in Alaska. Erstmals ist auch eine deutsche Schlittenführerin am Start. Das Rennen ist eine Tierquälerei: Die Hunde müssen in einer Eiseskälte in kürzester Zeit über 1.850 Kilometer zurücklegen um die Abenteuerlust ihrer Halter zu befriedigen! Für die Tiere bedeutet dieses Rennen eine reale Gefahr: offiziell sind seit dem ersten Rennen vor etwa 35 Jahren mindestens 142 Huskys an Erfrierungen und Lungenentzündungen gestorben – ohne Einbeziehung der Tiere, die nach dem Rennen an Erschöpfung und in Krankheiten umgekommen sind!  Die realen Opferzahlen sind höchstwahrscheinlich um einiges höher.

Nach einer stressigen und oft langen Anreise müssen die Hunde die Menschen unter lebensbedrohlichen Anstrengungen über eine Eispiste ziehen, die ihnen die Pfoten zerfetzt. Stoffbeutel und Fettcreme sollen vor dieser unnatürlichen Belastung schützen, Antibiotika sollen das Durchhalten sichern auch wenn die Tiere krank sind. Immer wieder werden Hunde auch gedopt. Für die Tiere ist dieses Rennen pure Schinderei.

Der Aussage von Veranstaltern, die Versorgung der Hunde sei besser als die der Menschen, stehen die Zahlen menschlichen Todesfälle entgegen: davon, dass ein Mensch bei dieser Veranstaltung ums Leben gekommen ist, ist nichts zu lesen. Sogar Hundeführer geben immer wieder zu, dass die Tiere auf dieser Veranstaltung leiden!

Bei dem Iditarod-Rennen wollen Menschen eine Grenzerfahrung machen: viele der Starter haben Schicksalsschläge erlitten und möchten sich durch Extremsituationen selbst spüren. Dies ist an sich nichts Verwerfliches – doch kann eigene Leiderfahrung niemals Tierleid rechtfertigen! Unterstützte darum hier unsere Petition gegen das Hunderennen.

Noch ein kurzer Kommentar zum Thema Tierliebe: Der Leithund der deutschen Starterin, die auch persönliches Leid für sich verbuchen kann, ist während des Transports vom Anhänger gefallen: er hatte vor Stress die Gitterstäbe seiner Transportbox durchgebissen. Der selbsternannten „Tierfreundin“ fiel das erst auf, als sie ihr Ziel erreicht hatte. Wer Selbstfindung  durch Grenzerfahrung sucht, dem stehen viele tierleidfreie Optionen zur Verfügung wie zum Beispiel Freeclimbing.

Hier ein erschütterndes, aktuelles Beispiel von der diesjährigen Schlittenhunde-EM in der Schweiz, wie Hunde behandelt werden, um Höchstleistung vorm Schlitten zu erzwingen:

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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