Blame Someone Else Day: Sind heute wirklich „die anderen” schuld?
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Blame Someone Else Day: Sind heute wirklich „die anderen” schuld?

Schuld

Heute ist der erste Freitag der 13. des Jahres. In den USA ist das seit einiger Zeit der sogenannte „Blame Someone Else Day“ – also der Tag, an dem man die Schuld für jeden Ausrutscher einfach jemand anderem in die Schuhe schieben darf. Dieser Feiertag hat uns doch etwas erstaunt. Denn wenn es um Tierrechte geht, wird für viele Menschen jeder Tag zum „Blame Someone Else Day“. Folgende Ausreden sollten an keinem Tag des Jahres gelten:

„Im Gegensatz zu anderen esse ich total wenig Fleisch“.

Wer hat diesen Satz nicht schon zig Mal gehört! Eine Person versucht, ihren eigenen Fleischkonsum zu rechtfertigen, weil „andere“ ja noch viel mehr Fleisch essen. Eine Deutsche oder ein Deutscher essen pro Jahr im Schnitt 59 Kilo Fleisch und 29 Kilo Fleischprodukte. Insgesamt werden in Deutschland jedes Jahr rund 800 Millionen Landlebewesen geschlachtet. Mit jedem Schnitzel und jedem Wurstbrot trägt man dazu bei, dass Tiere gequält und gewaltsam getötet werden. Warum noch gleich will man daran teilhaben, wo vegan doch megalecker ist?

vegan London

„Ich geh ja nur in den Zoo, weil meine Kinder das so gerne wollen.“

Die meisten Kinder lieben Tiere. Sie können sich in sie einfühlen und haben Mitleid, wenn es einem Tier schlecht geht. Wüssten sie, wie Tiere im Zoo unter der Gefangenschaft leiden, würden sie dieses System nie unterstützen wollen. Jede Eintrittskarte finanziert die Gefangenhaltung von Tieren und den internationalen Handel. Tipps für tierfreundliche Aktivitäten mit Kindern findet ihr hier.

Affe Zoo Frankfurt

„Also was in China mit den Tieren passiert…!“

Ja, in China passieren schreckliche Dinge mit Tieren. Ob Eisbären in schlimmen Zoo-Gefängnissen dahinvegetieren, Bären im Zirkus gequält oder Hunde geschlachtet werden – all das muss aufhören und unsere Partnerorganisation PETA Asia kämpft unermüdlich für diese Tiere. Aber: In allen anderen Ländern – auch in Deutschland – leiden Tiere ebenso unvorstellbare Qualen. Auch hier sind Tiere unter quälerischen Bedingungen eingesperrt, werden im Zirkus geschlagen und im Schlachthaus zerstückelt. Also am besten erst mal vor der eigenen Haustür kehren…

Katzen im Kaefig in China
© ProWal & Förderverein Animal Hope and Wellness e.V.

„Ein Löwe muss auch Fleisch essen.“

Bei dieser Aussage sollte der Fokus auf dem Wörtchen „muss“ liegen. Genau, der Löwe muss Fleisch essen, er kann sich nicht vegan ernähren. Doch wir Menschen können das völlig problemlos (und dabei noch echt lecker).

Breakfast Eat GIF by Lion Cereal - Find & Share on GIPHY

„Schrecklich, wie diese Leute im Schlachthaus mit den Tieren umgehen.“

Egal, ob im Schlachthaus, in Tierbetrieben der Fleisch-, Eier– oder Milchindustrie, auf Pelzfarmen oder im Versuchslabor: Diese Tierquälereien sind nur möglich, weil Menschen dafür bezahlen. Mit unserem Konsum entscheiden wir, ob wir Firmen, die Tiere quälen, unterstützen oder nicht. Es mag nicht unsere eigene Hand sein, die auf ein Tier einschlägt, aber es liegt an uns, ob wir der Motor dieser Hand sein wollen.

Lasst uns den heutigen Freitag den 13. doch lieber zum „Let’s stop blaming someone else day“ machen! Werft einen Blick auf eure eigenen Gewohnheiten und sagt auch euren Freund/-innen, wie sie mit ihren Entscheidungen Tieren helfen können.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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