Appetit auf Zerstörung? Klimawandel und Ernährung
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Appetit auf Zerstörung? Klimawandel und Ernährung

Der Appetit auf Fleisch und andere tierische Produkte ist verantwortlich für globale Zerstörung. Große Landflächen werden zu Weiden und für Futtermittelanbau umfunktioniert. Das hat nicht nur Einfluss auf den Klimawandel und die Umwelt, sondern auch auf die Artenvielfalt.

Ressourcenverschwendung wird zukünftig höher ausfallen

In Deutschland ist der Fleischkonsum die letzten Jahre gesunken. Allerdings passt sich der weltweite Konsum immer mehr den „westlichen Werten“ an. Immer mehr Fleisch und andere Tierprodukte erhalten Einzug in Küchen von Ländern die sich wirtschaftlich entwickeln. Die Sojaproduktion hat sich in den letzten 50 Jahren von 27 Millionen Tonnen auf 269 Millionen Tonnen erhöht und wird sich mit der Nachfrage nach Tierprodukten weiter erhöhen. Die FAO erwartet einen Anstieg auf 515 Millionen Tonnen im Jahr 2050.

Und es bleibt nicht nur beim Soja. Auch Mais und Wasserverbrauch spielen zukünftig eine wichtige Rolle.

Fleisch auf dem Teller „frisst“ anderen den Lebensraum weg

Beispielsweise verspeisen viele US-Amerikaner täglich Hühnchen in verschiedenen Formen. Diesen wird protein- und energiereiches Futtermittel wie Soja gefüttert. Durch den weltweit wachsenden Konsum steigt die Nachfrage auch nach den Futtermitteln. Die Anbaugebiete werden größer, zerstören Wälder und ganze Ökosysteme. Die Tierindustrie ist insgesamt für 60 Prozent des Artenverlusts verantwortlich!

Der Jaguar ist beispielsweise einer der Leidtragenden und vom Aussterben bedroht. Statt die Tiere zu schützen werden Sie gejagt und ihr natürlicher Lebensraum für Tierfutter und Weideflächen zerstört.

Seine Heimatregion im Atlantische Regenwald und in der Savannenregion Cerrado beheimatet weiterhin tausende verschiedene Spezies die es nirgendwo anders gibt. Der weltweite Appetit auf tierische Produkte tötete somit nicht nur Milliarden Tiere in der Tierindustrie, sondern lässt auch andere Tierarten für immer von der Erdoberfläche verschwinden.

Ihr Veganer esst mit eurem Tofu doch selbst den Regenwald!

Einfache Antwort: Nein!

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Soja für Tofu und andere Alternativprodukte wird in Europa sogar biologisch angebaut. Bei der großen Auswahl an schmackhaften Alternativen stopfen Veganer auch nicht täglich kiloweise Soja in sich rein.

Anders in der industriellen Tierhaltung: Hier landet täglich kiloweise Soja in den Trögen der Tiere um später indirekt als Leichenteile Tellern zu laden. Tendenz steigend. Deutschland ist übrigens einer der größten Soja-Importeure weltweit und gleichzeitig hinter China der größte Schweinefleischexporteur. Wo geht das Soja wohl überwiegend hin?

Was kannst du tun?

Probiere doch einmal leckere vegane Rezepte aus. Du tust damit dir, der Umwelt und dem Klima etwas Gutes. Jeder von uns kann einen Unterschied machen und zusammen haben wir die Chance die Welt zu einer besseren für die Tiere und Menschen zu machen. Wer will schon in einer zerstörten Welt leben?

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Über den Autor

René

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.

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