Unterhaltung Zirkus

Petition: Raubtierdompteur plant Import von 15 Großkatzen nach Deutschland

Loewin im Gehäge

Kein Ruhestand für 15 Großkatzen

Nach Jahrzehnten der Tierausbeutung hatte im Mai 2017 das große US-amerikanische Zirkusunternehmen Ringling Bros. endgültig seine Pforten geschlossen. Grund hierfür waren anhaltende Proteste von Tierschützern und Umsatzrückgänge, weil immer mehr Menschen Tiere im Zirkus ablehnen. Statt die Tiere endlich in Ruhe zu lassen und in anerkannte Auffangstationen abzugeben, sollen die 15 Großkatzen des Raubtierdompteurs Alexander Lacey weiter in der Manege vorgeführt werden, hier in Deutschland!

Bitte unterschreibe die Petition von PETA USA gegen den Transport der Großkatzen!

Tierquäler-Refugium Deutschland

Das Mutterunternehmen des Zirkus hat bei der US-Naturschutzbehörde Fish and Wildlife Services eine Ausfuhrgenehmigung beantragt, um die Laceys Großkatzen nach Deutschland zu überführen. Hier könnte er im Zirkus Charles Knie mit den acht Tigern, sechs Löwen und einem Leoparden weiter auftreten, weil Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern dramatisch hinterherhinkt und kein Zirkus-Wildtierverbot erlassen hat. In Deutschland müssten die Großkatzen auch weiterhin in der Manege die Peitsche fürchten und ihr Dasein in beengten Käfigen fristen, auf ständigen Transporten.

Raubtierdompteur im Zirkus Charles Knie

Wie ist so etwas möglich?

PETA USA hatte Beschwerde gegen den geplanten Export eingereicht, da er gegen den amerikanischen Endangered Species Act (ESA) verstößt – leider vergeblich. Mit diesem Gesetz sollen bedrohte Arten geschützt werden, indem eine Ausfuhr bestimmter Tierarten nur erlaubt ist, wenn sie dem Arterhalt dient. Um es zu umgehen, hat das Zirkusunternehmen mit der Naturschutzbehörde einen Ablasshandel geschlossen – der Export der bedrohten Großkatzenarten wurde genehmigt, da der Zirkus im Gegenzug eine Spende an eine indische Tigerschutzorganisation leistet. Die Großkatzen sollen nun – vermutlich noch diese Woche über die Airline Centurion Cargo – nach Deutschland importiert werden. Centurion Cargo hatte bereits zuvor Großkatzen für den Zirkus transportiert.

Was du tun kannst

Unterzeichne den Aktionsaufruf von PETA USA, und fordere damit Centurion Cargo auf, die Großkatzen nicht zu transportieren.

Setze dich in deinem Heimatort für ein kommunales Zirkus-Wildtierverbot ein, damit Deutschland endlich kein attraktives Land für Tierquäler-Zirkusse mehr ist. Auch bei der kommenden Bundestagswahl kannst du Tieren helfen, indem du tierschutzfeindlichen Politikern keine Stimme gibst.

Über den Autor

Yvonne

Yvonne ist Fachreferentin für Tiere in Zoo und Zirkus bei PETA Deutschland. Sie ist promovierte Biologin und hat sich in ihrer Dissertation mit der Persönlichkeit von Tieren beschäftigt.

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