Delfinarien Unterhaltung

So ähnlich sind Wale und Delfine uns Menschen laut einer Studie

Wale und Delfine
© iStock.com / red baron

Nur eine der vielen Gemeinsamkeiten zwischen Menschen und Delfinen: beide ziehen auch Kinder auf, die nicht ihre eigenen sind. „Ein Sprichwort besagt man braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen und das scheint für beide zu stimmen, für Wale und für Menschen” sagt Michael Muthukrishna, Co-Autor einer neuen Studie, die sich mit den sozialen und kulturellen Wurzeln der Intelligenz von Walen und Delfinen beschäftigt.

Das soziale Leben von Walen und Delfinen ist gar nicht so anders

Forscher wissen bereits, dass Große Tümmer Werkzeuge benutzen, Orcas einander mit Namen rufen und Pottwale unterschiedliche Dialekte sprechen. Viele Cetaceen (die Ordnung der Wale, zu denen auch Delfine gehören) leben in hoch komplexen Sozialverbänden und verbringen viel Zeit am Tag mit Spielen.

In einer neuen Studie fanden die Wissenschaftler nun  heraus, dass je größer das Gehirn einer Wal- oder Delfinart ist, umso komplexer und menschenähnlicher scheint ihr Verhalten.

Intelligenz durch Sozialleben – die cultural brain hypothesis

Dies bedeutet, dass die  sogenannte “cultural brain hypothesis” – die mutmaßt, dass sich unsere Intelligenz in Folge des Lebens in großen und komplexen Sozialgruppen entwickelt hat, auch für Wale und Delfine gilt.

In der Zeitschrift Nature Ecology and Evolution schreiben die Wissenschaftler, dass zum Beispiel die gemeinsame Jagd bei Walen, die Entwicklung von Lokaldialekten und Lernen durch Beobachtung mit der Vergrößerung des Gehirns zusammenhängt, der sogenannten  Enzephalisierung.

Respekt und Freiheit für unsere sozialen Meeresfreunde

Lassen wir sie jagen und spielen, viele Stunden am Tag schlafen, eigene und fremde Kinder großziehen, in Dialekten reden – aber bitte im Ozean. Bitte unterschreibe unsere Petition für die Delfine, die in deutschen Zoos als Zirkusclowns eingesperrt sind. Danke!

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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