Unterhaltung Zirkus

Aus Zirkusqual gerettet: Die ersten Bilder von Elefantin Chitana

Gerettete Elefantendame Chitana

Mit einem Großaufgebot von 60 Polizisten, Staatsanwaltschaft und Amtsveterinären wurde Anfang Mai die Afrikanische Elefantendame Chitana aus dem Zirkus Las Vegas gerettet. Wir von PETA hatten die Behörden in den  Wochen zuvor immer wieder auf die tierquälerische Haltung aufmerksam gemacht.

Chitana mit ihrer neuen Partnerin im belgischen Zoo /  © PETA
Chitana mit ihrer neuen Partnerin im belgischen Zoo, hier rechts im Bild / © PETA

In einem belgischen Zoo hat sie nun unter Vermittlung der European Elephant Group ein neues Zuhause gefunden. Dort wird sie nach leidvoller Einzel- und Kettenhaltung nun sorgsam an neue Elefantengesellschaft herangeführt. Ein Zoo ist zwar auch kein idealer Ort für Elefanten, aber als Auffangstation für misshandelte Elefanten aus dem Zirkus eine akzeptable Lösung.

Ausgezehrt vom Zirkus
Die seelischen und körperlichen Narben aus ihrer Zeit im Zirkus, die Isolation, die vielen Stunden auf dem Transporter, die nächtliche Ankettung und die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur mit dem Elefantenhaken wird Chitana nicht so schnell vergessen. Im Zoo wird nun versucht, ihre seelischen und körperlichen Wunden zu heilen. Denn vor 28 Jahren wurde sie als Baby aus der afrikanischen Wildnis eingefangen, ihre Mutter getötet und für einen Zirkus nach Europa transportiert.

Anstelle von Auftritten in der Manege bestimmen nun regelmäßige Mahlzeiten und Sozialkontakte ihren täglichen Ablauf / Foto © PETA
Anstelle von Auftritten in der Manege und unendliche Stunden auf dem LKW bestimmen nun regelmäßige Mahlzeiten und Sozialkontakte ihren täglichen Ablauf / Foto © PETA

Im Zirkus Las Vegas hätte sie nicht mehr lange überlebt. Afrikanische Elefanten sterben im Zirkus besonders früh: Die meisten erleben den 30. Geburtstag nicht. Laut den Elefantenpflegern im Zoo ist Chitana deutlich unterernährt und sehr ängstlich. Ihr Minderwuchs ist deutlich zu erkennen, ihr Schwanz fehlt. Ein großes Kompliment an das Kreisveterinäramt Segeberg, die zudem vier Raubkatzen und einen Hund aus dem Zirkus beschlagnahmt haben. Sie sollen ebenfalls in ein weitaus besseres Zuhause kommen und sind vor allem nicht mehr der Tierquälerei im Zirkus ausgesetzt.

Viele Tiere warten noch auf ihre Rettung
Weitere 65 Elefanten leiden in deutschen Zirkussen, ebenso wie Dutzende Tiger, Löwen, Bären, Nashörner, Giraffen, Zebras usw. Sie alle müssen aus der Zirkushölle herausgeholt werden. Bitte unterstützt unser Engagement gegen die unsägliche Tierquälerei im Zirkus, veranstaltet Demos, schreibt den Politikern, den Bürgermeistern, der Presse und den Bundestagsabgeordneten!!

Warum 60 Polizisten?
Der Einsatz von 60 Polizisten war keinesfalls übertrieben. In der Vergangenheit wurden ähnliche Rettungsaktionen in anderen Zirkusbetrieben oftmals vom äußerst gewaltbereiten Zirkuspersonal verhindert. In der Zirkusbranche ist es weit verbreitet, Recht und Ordnung zu brechen und eigene Fakten zu schaffen, wie auch dieser Fall zeigt.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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