Unterhaltung Zirkus

Gastblog: Ich war wütend und traurig… ich musste einfach etwas tun

Ein Gastblog von PETA-Unterstützerin Judith aus Leipzig

Judith-Leipzig
Tolles Engagement gegen Wildtiere im Zirkus: Judith aus Leipzig

Vor einer Weile habe ich den Film Tyke gesehen. Wie viele von euch sicher auch, war ich danach sehr bewegt. Wütend und traurig zugleich. Nach diesem Film war für mich klar, ich muss und will mehr tun, damit es endlich ein Wildtierverbot in Zirkussen gibt. Also bin ich dem Aufruf von PETA und Change.org gefolgt und habe eine Petition an die zuständige Bundestagsabgeordnete meines Wahlkreises gestartet. Die Petition stellte ich auf meine Facebookseite, habe Freunde und Familie angeschrieben, von den Quälereien an den Tieren in Zirkussen erzählt und aufgeklärt. Dadurch erreichte ich immer mehr Menschen und nach kurzer Zeit hatte ich 400 Unterzeichner. Die Petition ging direkt an die Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe von der SPD selbst. Somit bekam Frau Kolbe pro Unterschrift eine E-Mail.

Persönliches Treffen mit der Bundestagsabgeordneten

Da bei über 400 Mails davon auszugehen war, dass diese im Spam-Ordner landen würden, entschloss ich mich, die Unterschriften selbst in Papierform in ihrem Wahlkreisbüro abzugeben und die Chance zu nutzen, ein persönliches Gespräch über das Thema führen zu können. Am 21. Juli hatte ich schließlich einen Termin bei Frau Kolbe. Sie nahm sich wirklich sehr viel Zeit und war beeindruckt von den vielen Menschen, die sich für ein Wildtierverbot in Zirkussen einsetzen. Sie erklärte mir, dass in der vergangen Wahlperiode, die SPD-Bundesfraktion die schwarz-gelbe Bundesregierung aufgefordert hatte, eine Rechtsverordnung zu verabschieden, die das Halten bestimmter Wildtiere im Zirkus verbietet. Das Verbot sollte insbesondere für Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde gelten. Die damalige schwarz-gelbe Regierung lehnte jedoch den Antrag ab. Im Koalitionsvertrag der derzeitigen Regierung, so informierte mich Frau Kolbe, wird dieser so wichtige Gesetzentwurf nicht einmal mehr aufgeführt. Und deshalb sei es noch wichtiger dafür zu kämpfen.

Erster Erfolg

Sie sicherte mir zu, den Gesetzesentwurf für ein Wildtierverbot in Zirkussen erneut in den Bundestag einzubringen. Die Unterschriften meiner Petition wird sie mit einem Schreiben an den zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt weitergeben und mich informieren, ob und wie er darauf reagiert hat.

Jetzt seid ihr dran!

Nur mit sehr viel Druck auf die Politik können wir erreichen, dass es einen Gesetzesentwurf für ein Wildtierverbot in Zirkussen gibt. Also folgt dem Aufruf von PETA. Startet eine eigene Petition auf change.org an den Bundestagsabgeordneten eures Wahlkreises. Zusammen kann man sehr viel bewegen. Damit die Quälerei und das damit verbundene Leid dieser vielen Tiere in den Zirkussen endlich ein Ende hat.

Vielen Dank an Judith und die vielen anderen Unterstützer vom gesamten PETA-Team!

 

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen