Film Unterhaltung

TRAILER: Planet der Affen: Survival zeigt, was CGI alles kann

Keine echten Affen bei Planet der Affen
© Patrick Rolands / Dollar Photo Club

Kein Tierleid bei Planet der Affen

Der Schauspieler Andy Serkis, Weta Digital und das Team hinter der Planet der Affen-Trilogie haben es wieder getan. Ab 3. August ist Planet der Affen: Survial (der letzte Film der Neuauflage durch 20th Century Fox) in den Kinos zu sehen. Gerade wird er mit Auszeichnungen überschüttet – und zwar nicht nur für seinen großen Unterhaltungswert in Sachen Science Fiction. Der Film beweist auch erneut, dass CGI (computer-generated imagery) keine Grenzen kennt. Damit einher geht eine starke Botschaft gegen das Einsperren von Tieren und für Tierrechte.

2011 setzte Planet der Affen: Prevolution mit seinen visuellen Effekten neue Maßstäbe. Mittels CGI wurden Affen erschaffen, die in einem bis dato einzigartigen Auftreten Emotionen und Intelligenz ausstrahlten. Die Produktion nutzte keinen einzigen echten Affen. Jetzt, sechs Jahre später, zeigt Survival, dass die Möglichkeiten des CGI besser und besser werden. Die in diesem Film eingesetzten visuellen Effekte sind so auf den Punkt und lebensecht, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht einmal bemerken werden, dass die Affen nicht echt sind.

Eine Botschaft hinter dem Film

Danke der revolutionären Effekte verwandelt sich Serkis – berühmt für seine CGI-Darstellung von Gollum in der Herr der Ringe-Trilogie) – in den Affenanführer Caesar. Vanity Fair nennt seine Darstellung ein „überwältigendes Meisterstück“ und schreibt: „In Survival durchlebt Caesar Trauer und Wut, Hoffnung und andere große Gefühle, allesamt auf wundervolle Weise wiedergegeben durch das effektive Zusammenspiel von Schauspieler und Pixeln.“

Gleichermaßen überzeugend und lobenswert wie die visuellen Effekte in Survival ist jedoch die Botschaft des Films. Die Darsteller zeigen, wie ähnlich uns Tiere doch in Wahrheit sind: Sie teilen unsere Emotionen, betrauern den Verlust ihrer Lieben, vermissen ihre Kinder, wenn sie von ihnen getrennt sind, und empfinden Freude, Unmut, Traurigkeit und Wut. Auf die Frage, warum die Geschichte Zuschauer/-innen schon seit fast 50 Jahren fasziniert, sagte Regisseur Matt Reeves, man sähe „die menschliche Natur ausgedrückt in den Gesichtern dieser Tiere. Es erinnert uns daran, dass wir Tiere sind.“

Für Primaten gibt es im Showgeschäft keinen Glamour.

Schimpansen und Orang-Utans, die in der Unterhaltungsbranche missbraucht werden, entreißt man ihren Müttern meist schon kurz nach der Geburt. Dies hinterlässt bei Mutter und Kind lebenslange emotionale Narben. Damit die Jungtiere auch gehorchen, sind körperlicher und seelischer Missbrauch weit verbreitet.

Häufig werden Schimpansen als menschliche Karikaturen oder in einem unnatürlichen Umfeld gezeigt. Dies hat außerdem negativen Einfluss auf die Spezies selbst, die in ihrem Überleben bedroht ist und Dr. Jane Goodall zufolge noch während unserer Lebenszeit aussterben könnte. Survival hingegen zeigt Affen auf ganz andere Art und Weise und erinnert die Zuschauer/-innen daran, dass „nicht alle Helden Menschen sind“.

Hochintelligente, sensible Schimpansen haben etwas Besseres verdient, als wie Requisiten zu unserer Belustigung eingesetzt zu werden. Wir danken dem Team hinter den Planet der Affen-Filmen für die herausragenden CGI-Charaktere. Sicher werden alle Zuschauer/-innen von den visuellen Effekten des Films und auch von seiner Tierrechtsbotschaft so beeindruckt sein wie wir. Hoffen wir, dass andere Produzenten diesem Beispiel folgen.

 

Was du tun kannst:

Bitte meide Filme, bei denen noch echte Tiere benutzt werden und informiere auch Freund und Bekannte über die Tierschutz-Problematik. Hintergrund-Infos auch auf PETA.de/HintergrundwissenTVwerbung

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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