Delfinarien Unterhaltung

Acht Gründe, keine Delfinarien zu besuchen

In Delfinarien müssen Delfine auf ihre gewohnte Meeresumgebung verzichten.Könntest Du Dir ein Leben ohne Wellen vorstellen, wenn du ein Meerestier wärst? Ohne Sand auf dem Boden, Korallen, Felsen oder endlose Tiefe?

Kannst du Dir ein Leben ohne Sonne vorstellen? Sicher würdest Du es überleben, aber nicht so lange. So ist das bei Delfinen auch.

Hier sind die acht gute Gründe, niemals wieder ein Delfinarium zu betreten:

1: Im Delfinarium ist das Leben steril, karg und entbehrungsreich: Außer Sonne, Sand und Wellen fehlen auch  die Gezeiten, Jahreszeiten, lebende Fische für die Jagd und andere Tiere zum Spielen und Beobachten. Delfine sind sehr neugierige Tiere, die ihre Umgebung mit allen fünf Sinnen und insbesondere auch mit ihrem Echolot erkunden. Sie langweilen sich im Delfinarium und nicht nur ihr Echolot-System verkümmert. Daher erhalten sie Antidepressiva – die braucht man auch, wenn man statt Sonne Chlor ins Becken bekommt.

2: Im Delfinarium ist es unglaublich eng: Im Ozean schwimmt ein Delfin mehr als 100 Kilometer am Tag und taucht 300 Meter tief. Er schwimmt mit circa 25 km/h und lebt in großen Sozialverbänden. Im Betonbecken ist es für all dies viel zu eng. Er kann nur noch vor sich hindümpeln und gerade einmal den Kopf unter Wasser strecken, anstatt lange Strecken zu tauchen. Das Platzangebot entspricht gerad einmal einem Zehntausendstel (0,0001 %). Wer möchte, kann dies gerne nachrechnen.

3: Im Delfinarium ist es unglaublich laut: Die Showtribünen in Duisburg und Nürnberg bieten Platz für 1.200 Besucher. Diese machen unheimlich viel Lärm. Mindestens dreimal am Tag.

4. Delfine sind hochintelligent und haben ein Selbst-Bewusstsein: Studien von Lori Marino zeigen, dass das Gehirn der Meeressäuger sehr viel stärker gefaltet ist als unseres und sie uns daher weder in Intelligenz noch in Sachen Selbst-Bewusstsein nachstehen. Das bedeutet, sie sind sich ihrer Gefangenschaft und der Entbehrungen sehr bewusst.

5. Deutsche Delfinarien sind Friedhöfe: In Nürnberg starben bislang 33 Delfine. In Duisburg um die 60. Dunkelziffer unbekannt.

6. Für Delfinarien sind Delfine nur eine Geldquelle: Mit Artenschutz hat die Delfinhaltung nichts zu tun. Sie sind nicht bedroht. Im Gegenteil wurden Delfine auch im Freiland gefangen. Um Informationen über Delfine zu erhalten, braucht man keine Zoos, denn in Museen, Tier-Dokumentationen und Büchern, sowie bei Beobachtungen im Urlaub erhält man alle Informationen über Delfine.

7. Delfinarien sind eine bildungspolitische Katastrophe: denn Kindern wird vorgelebt, dass es in Ordnung ist, wilde Tiere einzusperren und ihnen Kunststückchen für die menschliche Bespaßung anzutrainieren. Das hat nichts mit Respekt, Umweltschutz oder Bildung zu tun. Das ist im Gegenteil Volksverdummung.

8. Deutsche Delfinarien sind sehr geheimnisvoll: denn sie geben keine Auskunft über die Größe, Tiefe und Besetzung der einzelnen Becken, über Medikamente oder Todeslisten und Zuchtbücher. Warum nicht? Weil sie sehr viel zu verbergen haben.

Fazit: Wir Menschen können in Diskussionen ausführlich erörtern welche Aspekte der Gefangenhaltung von Delfinen vollkommen inakzeptabel sind und welche halbwegs erträglich, aber für die betroffenen Delfine gibt es keine verschiedenen Aspekte, sondern nur das Gesamtpaket der Gefangenschaft. Und das bedeutet lebenslänglich.

So kannst Du helfen: Bitte kaufe nie wieder ein Ticket für eine Delfinshow. Unterschreibe unsere Petition für ein Importverbot von Delfinen nach Deutschland und fordere die SPD in NRW auf Facebook auf, dem Antrag der Piraten auf Schließung des Delfinariums in Duisburg zuzustimmen. Danke!

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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