Unterhaltung Zoo

Streichelzoo muss schließen, weil Kinder Tiere quälten

In Norddeutschland musste der Streichelzoo „Erlebniswald Trappenkamp“ schließen, weil Kinder mehrfach mit Steinen nach Ziegen geworfen, sie getreten und mit Stöcken geschlagen haben. Der Zoobetreiber sieht die Schuld bei den Eltern. Füttern ist noch erlaubt, aber betreten werden darf das Ziegengehege nicht mehr. „Leider wurden die Tiere derart misshandelt, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sahen“, steht auf einem Schild an dem Gehege. Für den Zoobetreiber ist das die einzig mögliche Konsequenz aus dem Verhalten einiger Kinder.

In einem auf RTL.de veröffentlichten Artikel wird die Frage nach dem verpassten Erziehungsauftrag der Eltern aufgeworfen. Der Zoobetreiber bemängelt die Konsequenz der Eltern, auch mal „nein“ zu sagen. Ein Psychologe verweist auf die mangelnde Präsenz der Eltern, durch die die Führung der Kinder verloren geht.

Mit Sicherheit sind diese Rückschlüsse nicht falsch oder ungerechtfertigt. Bei dieser Argumentation wird allerdings vollkommen außer Acht gelassen, dass Lebewesen und nicht Gegenstände die Opfer der gewalttätigen Kinder waren! Anders als zum Beispiel bei einer Minigolfanlage in Rendsburg, die nun nicht mehr für Kinder unter 10 Jahren zugänglich ist, da der Nachwuchs hier schwere Sachschäden angerichtet hat.

Vielen unserer Kinder fehlt es also offensichtlich nicht nur an klaren Grenzen, sondern leider auch an Mitgefühl für Lebewesen. Die Fähigkeit dazu ist nicht angeboren, genauso wenig wie ein klares Verständnis von richtig und falsch. Dies entsteht nur durch die altersgerechte Vermittlung und das Vorleben bestimmter Werte durch Eltern, Familie und sozialem Umfeld.

Man fragt sich, woher Kinder Mitgefühl haben sollen, wenn Erwachsene die Tierquälerei mit einer Sachbeschädigung – wie sie auf dem Minigolfplatz stattgefunden hat – gleichsetzen. Das Geschehene ist nicht am entstandenen Schaden zu bemessen, sondern an den Folgen, die das mangelnde Mitgefühl für die Tiere hat. Darüber hinaus sind sich Soziologen, Gesetzgeber und Gerichte einig, dass Gewalttaten an Tieren besondere Aufmerksamkeiten verlangen, denn viele gewalttätige Erwachsene haben in ihrer Kindheit Tiere gequält.

Für die junge Generation wünschen wir uns Erwachsene, die sich nicht mit einem Verbotsschild am Gehege eines Streichelzoos zufriedengeben, wenn es um den Schutz von Tieren geht, denn alle Lebewesen haben einen respektvollen Umgang verdient! Lernen Kinder dies heute, kann die Welt von morgen voller Mitgefühl sein. So kann man kleinen Menschen erzählen, dass Schweine häufig intelligenter sind als Hunde, Hühner fähig sind, über 100 Gesichter zu unterscheiden, und Fische Schmerzen empfinden können wie Menschen.

Vor diesem Hintergrund vermittelt das Portal PETAKids.de Fakten über Tiere altersgerecht, spannend und leicht verständlich. Hierdurch können Empathie und Mitgefühl spielerisch erlernt werden. Eltern und Kinder können hier gemeinsam alles über Tiere und ein tierfreundliches Leben lesen und lernen. Eltern und Lehrer finden auf PETAKids.de einen eigenen Bereich vor, der Informationen über die kindgerechte Vermittlung von „tierischen Themen“ anbietet. Darüber hinaus werden für Eltern wichtige Fragen wie zum Beispiel die vegane Ernährung von Kindern beleuchtet. Für Lehrer steht kostenfreies Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das bei PETAKids bestellt werden kann.

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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