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Sommer, Sonne, Sonnenschein – PETAs Hitzetipps für Pferde

Immer wieder erreichen uns Meldungen von Hunden, die von ihren Haltern bei Temperaturen über 25 Grad Celsius in der prallen Sonne in Autos zurückgelassen wurden und folglich einen fürchterlichen Hitzetod erlitten.

Der heiße Sommer macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, auch unsere vierbeinigen Freunde leiden unter den hohen Temperaturen.

Pferde bekommen bei drückender Hitze schnell Kreislaufprobleme, daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Tiere:

  • Ausreichend sauberes und frisches Trinkwasser zur Verfügung haben.
  • Für jedes Tier ein Schattenplatz vorhanden ist, um Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung zu finden.
  • Genügend Nahrung in Form von Heu, Kraftfutter und Mineralien zu sich nehmen.
  • Nach der Bewegung mit kaltem Wasser abgespritzt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Halter das Pferd zunächst an den Beinen abkühlt und sich langsam zur Brust, Bauch und Rücken hocharbeitet. Danach sollte das Wasser mit einem Schweißmesser vom Fell des Pferdes abgezogen werden.
  • Einen Schutz vor Fliegen und anderen Insekten haben. Hierzu eignen sich gut sitzende Fliegemasken und -decken. Diese dürfen aber auf keinen Fall einschneiden. Ich empfehle, keine „trendigen“ weißen Fliegenmasken bei dunklen Pferden zu verwenden, dies kann in der Herde zu großen Irritationen führen, sodass die Tiere panisch reagieren. Neueste Erkenntnisse einer Studie aus Schweden raten dazu, das Pferd in Zebra-Optik anzumalen. Fraglich ist, ob diese Methode tatsächlich Abhilfe verschafft.
  • Von Dasselfliegen-Eiern befreit werden, deren Larven im Körper des Pferdes zu schweren Entzündungen oder sogar dem Tod führen können.
  • Helle Tiere können an unpigmentierten Körperstellen wie Nüstern, Augenlidern und Blessen schnell verbrennen. Hier hilft unparfümierte Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+, die regelmäßig aufgetragen werden sollte.

Dülmener 102

Fohlen, Schimmel, alte und dunkle Tiere sind besonders hitzeempfindlich. Zudem solltet ihr darauf achten, dass ihr das Pferd nicht während der Mittagshitze überfordert. Pferde erleiden schnell einen Kreislaufkollaps, der daran zu erkennen ist, dass Symptome wie Schwäche, Kreislaufprobleme (Schwanken), Körpertemperatur über 38,7 Grad Celsius, starkes Schwitzen und erhöhte Atem- und Pulsfrequenz auftreten. Am besten ist es, wenn sich das Pferd in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden im ruhigen Tempo bewegt.

Generell gilt: Pferde sind empfindsame Herdentiere. Sie müssen mit Artgenossen auf der Weide stehen und dürfen nicht in eine enge Box gesperrt werden. PETA weist darauf hin, dass Pferde nicht – vor allem bei hochsommerlichen Temperaturen – an Leistungsprüfungen (Turniere oder Pferderennen) jeglicher Art teilnehmen sollten, da das Risiko eines Hitzschlages zu hoch ist.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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