Unterhaltung Zirkus

So geht Circus Krone gegen unliebsame Medienberichterstattung vor

Ein Leben in Ketten: Elefanten bei Circus Krone / Foto © PETA

Circus Krone wirbt gegenüber Medien und Besuchern mit Transparenz und Offenheit. Doch in Wirklichkeit hält der Zirkus rein gar nichts von einer objektiven oder gar kritischen Berichterstattung.

Beim Gastspiel in Balingen vor ein paar Tagen wurde ein lokaler Zeitungsredakteur mitten während eines vereinbarten Pressetermins vom Gelände verwiesen, weil er zuvor über die geplante Protestaktion eines Tierschützers berichtet hatte.

Ein Leben in Ketten: Elefanten bei Circus Krone / Foto © PETA
Ein Leben in Ketten: Elefanten bei Circus Krone / Foto © PETA

Kein Einzelfall
Als ein paar Tage später ein Kamerateam vor dem Krone-Eingang Zirkusbesucher interviewen wollte, riefen die Krone-Verantwortlichen gar die Polizei, um dies zu verhindern. Doch die Polizei bestätigte die Rechtmäßigkeit der Dreharbeiten. Im Nachhinein beschuldigte die Pressesprecherin des Circus Krone die Journalisten dann sogar, die Zirkusbesucher gefragt zu haben, ob sie sich nicht schämen würden, in diesen Zirkus zu gehen – laut Aussage der Journalisten eine dreiste Lüge der Krone-Pressesprecherin, was die Medienvertreter anhand der stets mitlaufenden Kamera beweisen können. Daumen hoch! für die mutigen Journalisten, die die “ saubere Pressearbeit“ des Circus Krone nun publik gemacht haben.

So läuft das also..
Kein Wunder also, dass in Lokalzeitungen ständig kräftig die Werbetrommel für diesen notorischen Tierqualzirkus gerührt wird, während die zahlreichen behördlich festgestellten Tierquälereien und Missstände oftmals mit keinem Wort erwähnt werden.

Was du tun kannst:
Bitte schreibe deiner Lokalredaktion, was du von Wildtieren im Zirkus hältst, wenn wieder einmal schöngefärbt über Elefanten, Löwen oder Tiger im Zirkus berichtet wird. Tipps für Leserbriefe findest du hier.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen