Reiten Unterhaltung

Sieg oder Niederlage? Tierquälerei im „Pferdesport“

Vor mir liegen Schwarz-Weiß-Bilder. Darauf zu sehen sind Pferde mit einem Augenausdruck voller Panik und – als ob sie um Hilfe schreien würden – weit aufgerissenen Mündern. Sie liegen am Boden, die Beine in der Luft, der Hals verdreht. Geschunden für die Sensationslust und Profitgier der Menschen.

Seitdem sind 43 Jahre vergangen und dennoch sehen wir heute nahezu die gleichen Bilder von Pferderennen oder Vielseitigkeitsturnieren. Erst kürzlich stürzte die Stute P‘tite Bombe beim Reitturnier in Luhmühlen so schwer, dass sie eingeschläfert werden musste.

Während meiner Recherche stieß ich auf das Buch Bemerkungen über Pferde von Horst Stern aus den 1970er Jahren. Schon damals kritisierte er den wettkampforientierten „Pferdesport“ und stellte ihn durch ironische Textpassagen an den Pranger. Er schrieb zum Beispiel: „Was bedeutet Sieg für ein Pferd?“

Bilder: Horst Stern

Turf-Freunde (engl. für Rasen, Bezeichnung für Pferderennen) sprechen von einem Kampfeswillen der Pferde, Horst Stern von kollektiver Panik. Diese kollektive Panik mache es überhaupt erst möglich, dass die Pferde mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h oder schneller rennen. Dabei sind ihre Ohren nach hinten gerichtet – zum Verfolger hin. Der Siegeswillen ist bei Pferderennen allein in den Köpfen der Menschen vorzufinden, und zwar wenn sie die Wettscheine ausfüllen und ihr Favorit-Pferd mit der jeweiligen Nummer auf der Zielgeraden anfeuern. Der Siegeswillen ist dort, wo das Geld fließt. Sieg oder Niederlage. Gewinn oder Verlust.

Sowohl Pferderennen als auch Vielseitigkeitsprüfungen sind Tierquälerei. Daher fordert PETA ein Ende von Pferden in diesen Disziplinen. Pferde werden im Trab- und Galopprennsport viel zu früh antrainiert. Sie sind teilweise erst 2 oder 3 Jahre alt, wenn sie zu Sklaven der Rennbegeisterten werden. Ihre Knochen und Sehnen sind noch nicht richtig ausgebildet, sodass es immer wieder zu schweren Verletzungen oder Beinbrüchen kommt. Die Folge: Die Pferde werden häufig noch auf der Rennbahn eingeschläfert oder landen beim Schlachter, also letztlich als Fleisch auf dem Teller.

Bei Vielseitigkeitsprüfungen müssen Pferde in einer bestimmten Zeit über Natursprünge, steile Abhänge und fest angebrachte Holzhindernisse springen bzw. hetzen. Diese Höchstleistungen sind keine natürliche Form der Fortbewegung, die Pferde sind dem einfach nicht gewachsen, das zeigen die zahlreichen Stürze mit Todesfolge.

Ich frage mich: Wie kann es sein, dass es im Jahr 2013 noch immer noch hingenommen wird, dass Pferde für den „Sport“ ihr Leben lassen müssen? Warum muss das in unserer heutigen Zeit noch passieren? Für den klatschendes Beifall eines naiven Publikums – wie im alten Rom bei den Gladiatorenkämpfen.

Handle jetzt und kläre deine Freunde, Bekannten und deine Familie über das Leid der Tiere auf.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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