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Kinofilm Saving Flora mit misshandeltem Elefanten: Filmfirma in der Kritik

Elefant fuer Saving Flora

Eine breite Öffentlichkeit hat sich mit einem offenen Brief an die Filmgesellschaft FJ Productions gewandt. Diese bestand aus PETA USA, die Performing Animal Welfare Society (PAWS), Hollywoodstars wie Kim Basinger, weitere Tierschutzorganisationen, Artenschützer und Elefantenauffangstationen. Darin verurteilen sie die Nutzung eines echten Elefanten in dem neuen Film Saving Flora. Der Film soll 2018 in die Kinos kommen.

Tai leidet für Saving Flora

In dem Film geht es um eine Teenagerin, die eine Elefantendame kidnappt. Der weibliche Elefant kann nicht mehr im Zirkus auftreten und soll deshalb eingeschläfert werden. Das Mädchen will versuchen, das Tier in ein Naturschutzgebiet zu bringen. Aber ironischerweise ist der eingesetzte Elefant, namens Tai, im wahren Leben den gleichen grausamen Trainingsmethoden ausgesetzt. Denn diese Trainingsmethoden kommen wirklich in Zirkussen zum Einsatz.

Schläge auch im echten Leben

Die folgenden Videoaufnahmen zeigen, dass Elefanten geschlagen und mit dem Elefantenhaken gequält werden – auch die arme Tai. Die Elefanten werden von Trainer der kalifornischen Firma Have Trunk Will Travel (HTWT) misshandelt. Diese Firma stellt auch Tai zur Verfügung. Bei einem Elefantenhaken handelt es sich um eine Waffe, die einem Schürhaken ähnlich sieht und einen spitzen Metallhaken am Ende hat. Mit so einem Elefantenhaken werden die Tiere im Training zu Tricks gezwungen. Tais Besitzer haben diese Praktiken öffentlich verteidigt.

Elefantendressur ohne Quälerei nicht möglich

Alle für Fernseh- und Filmaufnahmen und sonstigen Shows in Zoos und in Zirkussen genutzten Elefanten werden mittels Dominanz und Schmerz trainiert. Wie in dem Video zu erkennen ist, nutzen die Trainer beispielsweise Elefantenhaken und Elektrostäbe. Dadurch werden viele Elefanten werden depressiv, aggressiv oder bekommen gesundheitliche Probleme. HTWT kette Elefanten länger als 12 Stunden am Tag an. Dies sagte Kari Johnson, die Miteigentümerin von HTWT unter Eid aus. Von den vier bei HTWT geborenen Elefanten starben alle bis auf einen noch vor ihrem vierten Geburtstag. Es ist auch bekannt, dass mehrere Jahrmärkte, die in der Vergangenheit HTWT engagiert hatten, nicht mehr mit der Firma zusammenarbeiten. Viele Elefanten von HTWT waren in gefährliche Vorfälle involviert.

Unterhaltungsikone Bob Barker gegen echte Elefanten in der Unterhaltungsindustrie

Der Emmy-Gewinner und US-Fernsehmoderator Bob Barker führt eine Petition auf Change.org an. FJ Productions wird darin aufgefordert, anstelle von Tai einen computergenerierten Elefanten zu nutzen. Der Film ist aktuell in der Produktion.

Es gibt in der Unterhaltungsbranche keinen Platz für Tierquälerei“, so Barker.

Wir verfügen heute über Technologien, mit denen wir lebende Tiere in Filmproduktionen ersetzen können. Es gibt also keine Entschuldigung mehr, lebende Elefanten oder andere Wildtiere zu nutzen, die gewaltsam zu Tricks gezwungen werden.

Was ihr tun könnt

Kauft niemals eine Eintrittskarte für einen Film, einen Zirkus oder eine andere Veranstaltung, bei der Tiere auftreten oder Tricks vorführen müssen. Hochintelligente empfindsame Tiere wie Tai haben Besseres verdient, als zu unserer Unterhaltung als Statisten herhalten zu müssen.

Teilt FJ Productions mit, dass ihr den Einsatz lebender Tiere nicht unterstützt. Kontaktiert dazu das US-Unternehmen über seine Facebook-Seite oder mit einem Tweet.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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