Delfinarien Unterhaltung

Dieses Plakat hängt bald an Flughäfen: Orcas leiden in Gefangenschaft

Unterstützen Sie Loro Parque und SeaWorld nicht

Ein Orca in einem kleinen, runden Glas, in dem er sich kaum bewegen kann und der Titel: „Don’t support Loro Parque. Orcas suffer in captivity“ und „Don’t support SeaWorld. Orcas suffer in captivity“ So sehen unsere neuen Anzeigen aus, die wir in Bordmagazinen von Fluglinien geschaltet haben, um die  Passagiere vor ihrem Urlaub in Teneriffa und Orlando über das Leid der intelligenten Tiere zu informieren. Demnächst wird die Anzeige auch unübersehbar für Tausende von Fluggästen an diversen Flughäfen hängen. Während sich so mancher über diese Plakat-Aktion freut, zum Beispiel Delfinexperte Ric O’Barry, sind die Befürworter von Orca-Gefängnissen not amused.

Zwei traurige Beispiele: Morgan und Keto

Ein von Ric O’Barry besprochenes Video, das im Loro Parque gedreht wurde, zeigt die Ausbruchsversuche von Orca Morgan. Immer wieder rammt sie mit ihrem Kopf gegen das Metalltor ihres winzigen Beckens, in dem verzweifelten Versuch auszubrechen. Auch Orca Keto lebt im Loro Parque. Als er noch sehr jung war, trennte ihn SeaWorld von seiner Mutter und brachte ihn nach Teneriffa. In Freiheit würde Keto mehr als 150 Kilometer am Tag schwimmen und sein ganzes Leben bei seiner Mutter und seiner Familie verbringen. O’Barry bezeichnet die Orca-Show im Loro Parque, bei der die Schwertwale zu lauter Musik tanzen müssen, als „eine der traurigsten und erbärmlichsten Dinge“, die er je gesehen hat.

PETAs Ziel: Loro Parque und SeaWorld sollen ihre Orcas in betreute Auffangstationen überführen

Die Bedürfnisse von Orcas lassen sich nicht in einem Betonbecken erfüllen. Orcas möchten nicht zu Popmusik tanzen und brauchen keine klatschenden Zuschauer. Sie brauchen ein selbstbestimmtes Leben, ihre Familien, sie möchten jagen, lange Strecken schwimmen, tief tauchen, Wellen und Strömungen genießen und vieles mehr, von dem wir keine Ahnung haben.

Im Frühjahr 2016 hatte SeaWorld, offizieller „Eigentümer“ der sechs Orcas im Loro Parque, angekündigt, das Zuchtprogramm mit Orcas einzustellen. Ob sich auch der Loro Parque daran hält, ist zur Zeit aber noch fragwürdig. PETA fordert, dass der Loro Parque und SeaWorld alle Meeressäuger unverzüglich an betreute Meeresbuchten überstellen – ein Vorhaben, dem auch Experten wie The Whale Sanctuary Project beipflichten.

Das National Aquarium in Baltimore geht mit gutem Beispiel voran: Seine acht Delfine sollen bis 2020 in eine betreute Meeresbucht umziehen. Der Geschäftsführer des Aquariums, John Racanelli, sagte dazu: „Diese Delfinauffangstation zu errichten, ist der richtige Schritt und die Zeit dafür ist genau jetzt reif.“

So kannst du helfen

Streue unser Motiv in den Sozialen Netzwerken. Unterschreibe und teile auch unsere Petition an Reiseunternehmen, Angebote, Reisen oder Tickets zu SeaWorld – Partnerhotels aus dem Programm zu streichen. Unterschreibe unseren Aufruf für Orca Morgan. Vielen Dank!

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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