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Pferderennen – Der Tod läuft mit

Es sind sommerliche 23 Grad, um mich herum blicke ich in erwartungsvolle Gesichter von gut gekleideten Menschen. Es gibt einen Stand, an dem man Hüte kaufen kann. Hüte, um die Schande über den Häuptern zu schmälern, wenn in den nächsten Stunden zahlreiche Pferde an ihnen vorbeidonnern. Das Amüsement ist groß, noch.

Mein Tag auf der Rennbahn beginnt am sogenannten Führ-Ring. Dort werden die vollblütigen Pferde präsentiert, denn schließlich will der Mann von Welt ja wissen, in welche „Rennmaschine“ er sein Geld investiert. Sechs bis zehn Pferde werden vor den Augen der Besucher vorbeigeführt. Die Zügel immer auf Spannung. Einige Pferde sind so nervös, dass sie mit aller Kraft versuchen, sich gegen die Unterdrückung zu wehren. Kein einziges Pferd geht entspannt an mir vorbei, eines steigt, tritt aus, ein anderes rollt sich zusammen und wieder andere reißen den mit Schaum verschmierten Mund auf, um sich der Schmerzen zu entziehen. Die Glocke ertönt und die Jockeys steigen auf. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

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Keine fünf Minuten später galoppieren die Tiere zur Startmaschine, eine beängstigende Apparatur mit schmalen Ständern. Pünktlich öffnen sich die einzelnen Klappen und die Pferde rennen los. Zwischen 1.400 und 3.600 Meter sind die Rennen lang. In diesem Jahr wieder dabei: ein Jagdrennen. Dabei müssen die Tiere über unnatürlich hohe Hindernisse springen, ein besonders gefährliches Unterfangen, bei dem regelmäßig Pferde stürzen und danach eingeschläfert werden müssen.

Das Stimmengewirr wird lauter: „Nr. 5, lauf! Lauf schneller! Du schaffst es!“ Die Pferde galoppieren auf die Zielgerade zu, der Boden unter meinen Füßen bebt, ich höre das Klatschen auf der Haut der Pferde. Es sind die Peitschenschläge. Die Jockeys schlagen zu, immer wieder, schließlich geht es ja um Geld, viel Geld.

Nummer 5 hat das Rennen gewonnen, aber seine Würde verloren.

Pferderennen bedeuten für Pferde großes Leid. Viele Tiere müssen bereits im frühen Alter von zwei bis drei Jahren an Rennen teilnehmen. Ihre Knochen und Gelenke sind noch nicht einmal ausgewachsen. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, Knochenbrüchen und Herzversagen. Die Tiere werden dann noch auf der Rennbahn eingeschläfert oder landen beim Schlachter. Allein in 2011 und 2012 mussten mehr als 40 Pferde auf deutschen Rennbahnen sterben. PETA bittet alle Menschen, keine Pferderennen zu besuchen oder gar auf Pferde zu wetten. Weitere Informationen findet ihr auf unserer Webseite.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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