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PETA USA verklagt "SeaWorld" wegen Versklavung von Orcas

In diesem weitreichenden Präzedenzfall verklagt PETA USA, gemeinsam mit drei Experten für Meeressäugetiere und zwei früheren Orca-Trainern, den US-Vergnügungspark-Betreiber „SeaWorld“ wegen der Versklavung von fünf wildgefangenen Schwertwalen (Orcas). SeaWorld verstößt, so die Klageschrift, mit der Haltung in winzigen Becken sowie den erzwungenen Auftritten gegen den 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Mit dem 13. Zusatzartikel wurde im Jahr 1865 jeglicher Zustand der Sklaverei in den USA abgeschafft, wobei sich der Gesetzestext nicht auf Personen oder eine bestimmte Gruppe von Lebewesen bezieht. Dadurch ist es PETA USA möglich, dieses Grundrecht auch für die Schwertwale einzuklagen. PETA USA fordert ihre Freilassung in ein natürliches oder naturnahes Meeresschutzgebiet.

Auf dieser Luftaufnahme von SeaWorld ist zu erkennen, wie wenig Platz die Orcas haben. In dem roten Kreis ist einer der 5 Schwertwale. Seine Nase und sein Schwanz berühren fast den Beckenrand. Abbildung © 2011 Google

„Alle fünf Orcas wurden gewaltsam dem offenen Ozean entrissen und noch als Babys von ihren Familien getrennt. Ihnen wird ihre Freiheit genommen und alles, was natürlich und wichtig für sie ist, während sie in kleinen Betonbecken gehalten werden und ihr Dasein auf die Ausführung stupider Tricks reduziert ist“, sagt PETAs Präsidentin Ingrid E. Newkirk. „Der 13. Zusatz verbietet Sklaverei, doch diese Orcas sind, per Definition, Sklaven.“

Vertreten werden die fünf Schwertwale in dieser Klage durch PETA, Ric O´Barry (bekannt als früherer Orca- und Delfintrainer, u.a. für die US-Serie „Flipper“, und durch den Oscar-prämierten Dokumentarfilm „Die Bucht“), die renommierte Meeresbiologin und Schwertwal-Expertin Dr. Ingrid N. Visser, den Gründer des ´Orca Network´ Howard Garret sowie durch die beiden ehemaligen Orca-Trainer (bei SeaWorld) Samantha Berg und Carol Ray.

In der freien Natur bilden die intelligenten Meeressäuger komplexe soziale Beziehungen, kommunizieren in unterschiedlichen Dialekten und schwimmen bis zu 160 Kilometer pro Tag. Zwei der fünf wildgefangenen Schwertwale werden von SeaWorld in Orlando, die drei anderen im Themenpark in San Diego unter erbärmlichen Bedingungen in kleinen Betonbecken gefangen gehalten, wo sie gezwungen werden, vor gedankenlosem Publikum sinnlose Tricks aufzuführen.

Unser Verständnis über Tiere wächst jeden Tag. Tiere werden nicht länger als „Sache“ angesehen,  sondern als fühlende Lebewesen, die eine Familie, einen eigenen Verstand und Gefühle haben. Genauso wie wir jetzt beschämt auf eine Zeit zurückblicken, als wir andere Menschen als versklavt und als minderwertig angesehen haben, werden wir in Zukunft ebenso beschämt auf unseren heutigen Umgang mit Tieren zurückblicken.

Bitte setze Dich für die Delfine in deutschen Delfinarien ein und mach mit bei unserem Online-Protest gegen die ebenso grausame Delfin-Haltung in den Zoos Duisburg und Nürnberg.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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