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PETA bittet Leonardo DiCaprio, seinem Co-Star aus „Wolf of Wall Street“ zu helfen

Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio hat es in der Hand

Martin Scorseses The Wolf of Wall Street mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle war ein riesiger Kinoerfolg. Was Scorsese und DiCaprio aber wohl nicht wissen ist: Das wahre Leben von Chance – dem Schimpansen, der in dem Film eingesetzt wurde – hat mit Ruhm und Glamour nichts zu tun. Sein miserables Leben besteht darin, an einer Leine herumgeführt zu werden und zirkusähnliche Tricks auführen zu müssen. Das zeigt ein aktuelles Video, das PETA zugespielt wurde. Deshalb forderte PETA USA den engagierten Umwelt- und Artenschützer DiCaprio und die Filmikone Scorsese auf, sich persönlich für die Freilassung des Menschenaffen einzusetzen.

Chance´s Leben ist alles andere als glanzvoll

Chance muss regelmäßig in einem kleinen Privatzoo namens Big Cat Habitat & Gulf Coast Sanctuary in Sarasota, Florida, auftreten. Die Eigentümer der Einrichtung wurden bereits mehrfach vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wegen Tierschutzverstößen vorgeladen. Unter anderem fehlte es den Schimpansen an ausreichend Platz oder sie waren mit Seilschlingen um ihren Hals festgebunden.

Kein Einzelfall

Das Leid von Chance deckt sich mit dem vieler Menschenaffen oder anderer Wildtiere in der Film- und Fernsehindustrie. Augenzeugen haben mehrfach dokumentiert, dass diese Tiere im den Produktionen vorausgehenden Training üblicherweise missbraucht werden. So ermittelte beispielsweise ein Primatologe verdeckt in einem Affentrainingszentrum und sah, wie Trainer junge Schimpansen mit Hämmern und Steinen schlugen. Wenn Menschenaffen heranwachsen und auf einmal stark genug werden, um zurückzuschlagen, werden viele in schäbigen Privatzoos entsorgt. Dort stehen ihnen häufig Jahrzehnte der Einsamkeit in einem kahlen Käfig bevor.

Auch andere Tiere leiden in dem Zoo

Chance ist nicht das einzige Tier, das bei Big Cat Habitat leidet. Das Video zeigt einen Kapuzineraffen mit schwerem Haarausfall an Schwanz und Rücken. Dieser hat sich seit PETA USAs letzter Beschwerde beim USDA gegen das Unternehmen im Jahr 2015 verschlimmert hatte. Außerdem ist ein Tiger mit großen Schwielen an den Vorderbeinen zu erkennen, was wohl durch das Leben auf Betonböden herrührt. Zudem zeigte das Tier mit dem Lutschen an seinem Schwanz eine Art selbstverletzendes Verhalten. Daneben ist auf den Aufnahmen zu sehen, dass ein Tiger und ein Bär unablässig hin und her laufen. Dies ist ein ein Anzeichen auf psychologisches Leid.  Sowie dass ein Löwe wie besessen gräbt. Wohl aus Frustration heraus.

In Anbetracht dieser Videoaufnahmen hat PETA einen Strafantrag beim USDA eingereicht. Somit wird gegen die „Auffangstation“ ermittelt und nach weiteren möglichen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gesucht wird.

Was du tun kannst

Bitte meide Kinofilme, in denen noch echte Tiere (anstatt Animationen) genutzt werden und beschwere dich bei TV-Sendern, wenn für ihre Produktionen Tiere als unfreiwillige Darsteller verwendet werden.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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