Unterhaltung Zirkus

PETA ASIAs Zirkus-Ermittlung sorgt für Wirbel in China

In ganz China spricht man über die  Augenzeugen-Ermittlung von PETA Asia, mit der die Tierquälerei in den Zirkussen von Suzhou ans Licht kam. Die Enthüllung zeigte unvorstellbaren Missbrauch: Bären werden an Betonwände gekettet und so gezwungen, stundenlang aufrecht zu stehen – versuchen sie, sich hinzusetzen, erhängen sie sich. Affen werden in winzigen kahlen Käfigen gehalten und angekettet, in denen sie wie wild herumspringen und hin und her laufen – Anzeichen auf starken Stress. Tiger müssen auf Bällen balancieren. Und all das geschieht rein zur menschlichen Unterhaltung. Werden die Tiere den Anforderungen der Trainer nicht gerecht, werden sie gewaltsam bestraft, z.B. durch Nahrungsentzug.

Die Ergebnisse unserer Ermittlung veranlassten das staatliche Forstministerium, einen Zirkus zu überprüfen und über 20 Bären zu konfiszieren. Die Trainer konnten für die Tiere keine Lizenz vorlegen.

Natürlich ist uns bewusst, dass es extrem grausam ist, Bären durch Ketten am Hals in eine aufrechte Position zu zwingen, damit sie lernen, auf den Hinterbeinen zu laufen. Doch die chinesische Polizei untersucht noch, ob ein solches Verhalten in China als illegal eingestuft werden kann. Leider wurde den Trainern gesagt, sie könnten ihre Bären zurückbekommen, sobald sie die nötigen Lizenzen erwerben. Dennoch ist das ein riesen Schritt in die richtige Richtung für China.

PETA ASIAs augenöffnender Bericht löst Empörung aus.

Die Lokalzeitung von Suzhou hat darüber berichtet, auf welch grausame Weise die Zirkusse der Stadt Tiere missbrauchen. Außerdem veröffentlichte eine der größten chinesischen Zeitungen, The Beijing News, vor Kurzem einen Artikel über die Zirkusse von Suzhou und brachte ihn auf der Startseite ihrer Website. Duzende weitere Zeitungen haben das Thema ebenfalls behandelt. Dies ist ein wahrer Meilenstein für die Tiere in einem Land, wo es quasi keine Gesetze zum Schutz von Tieren im Zirkus gibt. Auch viele öffentliche Stimmen sprechen sich nun gegen Tierzirkusse aus. Professor Xie Yan vom Zoologischen Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften bestätigte beispielsweise, dass Tierquälerei im Zirkustraining ein Problem sei und dass einige Tiere wildgefangen oder von Schmugglern ins Land gebracht würden.

Was Du tun kannst

Diese Tierquälerei findet nicht nur in China statt. Bitte gehe auf PETA.de/Wildtierverbot und mache deine Stadt in einem ersten Schritt frei von Wildtier-Zirkussen.

 

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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