Unterhaltung

Zum Kinostart von Maleika: „Gepardenmann“ Matto Barfuss fordert Ende der Raubkatzenhaltung in Zoos

Matto Barfuss mit Leopard
© Camino Verleih

Tierfilmer Matto Barfuss, der auch als „Gepardenmann“ bekannt wurde, hat für Dreharbeiten vier Jahre lang eine wilde Gepardenfamilie begleitet. Der daraus entstandene Dokumentarfilm „Maleika“ über das Leben der gleichnamigen Gepardenmutter mit ihren sechs Jungtieren läuft nun in den Kinos an.

Matto Barfuss für einen Nachzuchtstopp

Matto Barfuss ist UN-Dekadenbotschafter für biologische Vielfalt und setzt sich für den Artenschutz ein. Auf seinen Reisen und im unmittelbaren Kontakt und Zusammenleben mit den Tieren konnte er außergewöhnliche Erfahrungen sammeln. In einem Interview fand der Gepardenexperte deutliche Worte zur Zoohaltung von Raubkatzen:

„Arterhaltungsprogramme sind bei Raubkatzen völliger Quatsch. Wenn wir die Raubkatzen in der Natur verlieren, werden wir sie in Zoos nicht retten. Wir können sie nicht mehr auswildern. Es hat sich immer gezeigt: In Gefangenschaft aufgewachsene Raubkatzen haben in der freien Natur keine Überlebenschancen.“

Er spricht sich daher, so wie auch PETA, für einen Nachzuchtstopp und damit ein mittelfristiges Auslaufen der Raubkatzenhaltung in Zoos aus.

Baby Leoparden in einer Reihe
© Camino Verleih
Baby Leoparden in einer Reihe
Matto Barfuss spielt mit Leopard
© Camino Verleih
Matto Barfuss spielt mit Leopard
Leopard schleckt anderen Leopard ab
© Camino Verleih
Leopard schleckt anderen Leopard ab
Leopard Portrait Maleika
© Camino Verleih
Leopard Portrait Maleika
Matto Barfuss streichelt Leopard
© Camino Verleih
Matto Barfuss streichelt Leopard
Leopard Familie Maleika
© Camino Verleih
Leopard Familie Maleika
Leopard und im Hintergrund Elefanten
© Camino Verleih
Leopard und im Hintergrund Elefanten
Baby Leoparden
© Camino Verleih
Baby Leoparden
Leoparden Familie aus Maleika
© Camino Verleih
Leoparden Familie aus Maleika
Leopard sitzt auf Baum
© Camino Verleih
Leopard sitzt auf Baum
Baby Leopard schleckt Leoparden Mutter ab
© Camino Verleih
Baby Leopard schleckt Leoparden Mutter ab

Raubkatzen wie Geparden, Löwen und Tiger können in Zoos nicht die nötigen Verhaltensweisen erlernen, um selbständig in der Natur zu überleben. Sie werden deshalb meist nicht ausgewildert. Trotzdem gaukeln Zoos den Besuchern vor, durch die Zucht zum Artenschutz beizutragen. Vielmehr geht es jedoch darum, mit der Vermarktung niedlicher Katzenbabys Besucher in die Zoos zu locken. Wenn die Tiere zu alt oder etwa nicht genetisch reinrassig sind, werden sie getötet oder verkauft. Besonders kritisch ist die Zucht weißer Großkatzen, die auf extremer Inzucht basiert und damit häufig Krankheiten und Behinderungen hervorruft.

Was du tun kannst

Informiere dich hier über die 10 größten Irrtümer über Zoos.

Über den Autor

Yvonne

Yvonne ist Fachreferentin für Tiere in Zoo und Zirkus bei PETA Deutschland. Sie ist promovierte Biologin und hat sich in ihrer Dissertation mit der Persönlichkeit von Tieren beschäftigt.

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