Kranke, blinde Elefanten müssen in Indien Touristen tragen
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Kranke, blinde Elefanten müssen in Indien Touristen tragen

Elefanten Indien
Facebook / Saengduean Lek Chailert

Inspekteure konnte in der Elefantenindustrie in Indien erneut Tierquälerei nachweisen. Ein aktueller Bericht zeigt das Leid der Elefanten, die an der Festung von Amber (Amber Fort) als Reittiere für Touristinnen und Touristen herhalten müssen. Erstellt wurde der Bericht von Veterinären, die durch die zuständige indische Tierschutzbehörde autorisiert waren. PETA India fordert die Behörden deshalb auf, das Elefantenreiten bei Amber Fort sofort zu verbieten.

So leiden die Elefanten in Indien

Dem Bericht zufolge wurden 102 arbeitende Elefanten untersucht. Viele davon waren schon über 50 Jahre alt. Zehn hatten Tuberkulose – eine Krankheit, die auch auf den Menschen übertragen werden kann. 19 Tiere hatten Sehschwierigkeiten. Setzt man diese Elefanten zum Reiten ein, stellen sie eindeutig eine Gefahr für sich selbst und die Öffentlichkeit dar. Außerdem litten alle Elefanten an verschiedenen Fußproblemen. Sie hatten z.B. verwachsene Zehennägel oder Blutergüsse an den Fußballen. Viele zeigten stereotype Verhaltensmuster und nickten ständig mit dem Kopf oder schaukelten mit dem Körper hin und her. All das sind Anzeichen auf starken psychischen Stress.


Alle untersuchten Elefanten mussten Lasten von über 200 kg tragen. Das ist das in Indien rechtlich festgelegte Maximum in hügeligem Gelände. Innerhalb von fünf Monaten starben im Jahr 2017 vier Tiere und wurden obduziert. Die Obduktionsberichte deuten darauf hin, dass die Mehrzahl an Atemwegserkrankungen (wohl Tuberkulose) und starkem Parasitenbefall litt.

Illegaler Handel

Von 47 Elefanten waren scheinbar die Stoßzähne abgeschnitten worden. Das stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Außerdem legt es den Verdacht nahe, dass die Stoßzähne im illegalen Elfenbeinhandel gelandet sein könnten.

Schläge und Krankheit schon mehrfach dokumentiert

Erst im vergangenen Jahr war ein Elefant in der indischen Tourismusindustrie so stark geschlagen worden, dass sein Bein brach. Im Juni 2017 kontaktierten amerikanische Touristen PETA India: Sie hatten Amber Fort besucht und gesehen, wie Elefantenführer einen Elefanten zehn Minuten lang schlugen. Daraufhin sprach sich Bollywood-Star Sonakshi Sinha dafür aus, das Tier in ein Rehabilitationszentrum zu bringen. Schon 2014 war bei einer Überprüfung festgestellt worden, dass Elefanten gequält wurden, krank und verletzt waren. Trotzdem zwang man sie zur Arbeit. Wenn sie gerade nicht arbeiten mussten, waren sie angekettet. Hier seht ihr das Video dazu.

Helft den Elefanten!

Grausame Tierquälerei in deutschen Zirkusbetrieben

Diese Tiere leiden, weil es immer noch Menschen gibt, die auf ihnen reiten wollen. Viele Reiseveranstalter listen die grausame Aktivität glücklicherweise nicht mehr – etwa TripAdvisor, die TUI Group und STA Travel. Bitte unterstützt die Petition von PETA India und teilt diese Informationen mit euren Freundinnen und Freunden. Aber vergesst nicht: Auch in Deutschland leiden Elefanten im Zirkus und im Zoo. Und auch hier zahlt man mit jeder Eintrittskarte für Tierquälerei und Leid.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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