Jagd

Trophäenjagd: Wolf erschossen und geköpft

Anfang August wurde in Brandenburg ein weiterer Wolf tot aufgefunden, 6 Todesfälle wurden in der Region bereits registriert. Doch diesmal ging der Täter brutaler und skrupelloser denn je vor. Der Hobbyjäger trennte dem Wolfsrüden den Kopf ab, vermutlich möchte sich der Täter mit seiner Jagdtrophäe in Kreisen gleichgesinnter profilieren.

Der Täter wird in Kreisen der Jägerschaft vermutet

Laut des Sektionsprotokolls, des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW), wurde der Wolf mit einem Blattschuss – ein gezielter Schuss ins Herz oder die Lungen – getötet. Ein solcher Schuss bedarf ausreichender Übung, nur erfahrene Jäger zeichnen sich durch eine derartige Treffsicherheit aus.

Über 100 Jahre hat die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland gedauert, nachdem er gnadenlos verfolgt und ausgerottet wurde. Damals wie heute duldet die Jägerschaft keine Jagdkonkurrenten in „ihrem“ Wald, dabei schrecken sie nicht davor zurück seltene und geschützte Arten zu vertreiben, zu verfolgen, zu vergiften oder zu erschießen. In Fachzeitschriften und auf internen Veranstaltungen geben die Jäger offen zu, dass sie ihre Motivation vor allem aus der Lust am Töten, dem damit verbundenen Machtgefühl sowie dem Sammeln von Trophäen schöpfen.

 Fachkundige und regional unabhängige Ermittlungsbehörden fehlen

Der Abschuss streng geschützter Tierarten, wie Wolf oder Luchs ist kein Kavaliersdelikt und kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Gelangen Fälle von illegaler Tötung an die Öffentlichkeit werden die Täter, trotz umfassender Ermittlungen der Behörden, nahezu nie gefasst. Denn oftmals verkehren die Ermittler selbst in den Kreisen der Jägerschaft, wie eine kürzlich ausgestrahlte Reportage des Bayerischen Rundfunks aufzeigte. Abzuwarten bleibt, ob sich dies auch in diesem Fall bestätigt.

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PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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