Jagd

Rumänien verbietet Trophäenjagd auf Bär, Wolf & Co

© Christian Adam

Eines Medienberichtes der Zeitung the Guardian zufolge macht Rumänien der Jagdlobby nun einen Strich durch die Rechnung und unterbindet jegliche Trophäenjagd auf Braunbär, Wolf, Luchs und Wildkatze. Damit geht das Land einen wichtigen Schritt im Schutz der letzten großen Populationen Europäischer Großraubtiere.

Das skrupellose Geschäft der Jagdlobby

Obwohl alle großen Beutegreifer in Europa geschützt sind stieg die Anzahl der Abschussquoten in Rumänien immer weiter an – in 2016 wurden 550 Bären, 600 Wölfe sowie 500 Großkatzen zum Abschuss frei gegeben. Hierfür nutzte die Jagdindustrie eine Gesetzeslücke, denn im begründeten Einzelfall – etwa bei auffälligen oder für den Menschen gefährlichen Tieren – kann die Bejagung geschützter Arten genehmigt werden.  Anhand der Zahlen der Jagdverbände wurden jedes Jahr die Abschussquoten festgelegt. Berechtigterweise warf dieses System im rumänischen Umweltministerium einige Fragen auf:

Wie können Jagdverbände von vornherein berechnen, wie viele Tiere wohl Schaden anrichten werden – und zwar noch bevor der Schaden überhaupt entstanden ist? Mit der Einführung des Verbots bringen wir die Dinge lediglich wieder ins Lot, wie es die Habitatrichtlinie auch ursprünglich vorgesehen hatte,“ so die Umweltministerin Cristiana Pasca-Palmer. (Quelle)

Und was tut Deutschland?

Deutschland lässt weiterhin Jagdtrophäen geschützter Tiere ins Land. Auf der Suche nach dem besonderen Nervenkitzel reisen deutsche Hobbyjäger in andere Länder, um exotische oder seltene Tiere zu töten. Aus einer Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den Bundestag geht hervor, dass zwischen 2005 und 2014 über 1200 Trophäen eigentlich streng geschützter Arten nach Deutschland eingeführt wurden.

Bitte unterschreibt jetzt unsere Petition für ein Importverbot von Jagdtrophäen nach Deutschland!

 

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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