Jagd

Jäger erschießt seinen Hund, weil er nicht jagdtauglich war

© Bettina H

Medienberichten zufolge soll ein Jäger aus Haseldorf Kreis Pinneberg seinen Jagdhund erschossen haben, weil dieser untauglich für die Jagd war. Tierfreunde, die von dem Vorfall hörten (der mutmaßliche Täter, soll offen darüber gesprochen haben) haben Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Beim Umgang mit Jagdhunden bleibt der Tierschutz oftmals auf der Strecke

Wie ein Beitrag des WDR 2015 zeigte, kommen bei der Jagdhundeausbildung noch heute Stachelhalsbänder zum Einsatz, die die Tiere durch Schmerzen zum Gehorsam zwingen. Auch beim Zwangsapport wird mit Kniffen ins Ohr, also über Schmerz, gearbeitet. Bei der Jagd werden die Hunde zudem bewusst gefährlichen Situationen ausgesetzt. Nicht selten kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Jagdhund und Wildtier, beispielsweise wenn die Hunde angeschossene Wildtiere suchen müssen oder in den Bau einer Fuchs- oder Dachsfamilie geschickt werden.

Der Abschuss angeblich „wildernder“ Hunde ist in Deutschland noch immer weitgehend erlaubt

Ein Hund gilt als „wildernd“, wenn er sich außerhalb der Einwirkung seines Halters befindet und (je nach Bundesland) Wildtieren nachstellt. Schätzungsweise werden jedes Jahr mehrere Tausend Hunde von Jägern erschossen. Genaue Zahlen zu den Abschüssen gibt es nicht, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht. Hier nur einige Beispiele:

  • Im Januar 2015 wurde ein Hund in Salzweg angeschossen, der sich an einer Futterstelle im Wald aufhielt.
  • Im Januar 2015 wurden zwei Hunde während einer Drückjagd in Untergriesbach erschossen. Bei der Polizei gab der Jäger an, er habe die beiden Hunde beim Wildern erwischt und sie deshalb getötet.
  • Im Februar 2015 erschoss ein Jäger in Schossin die Boxerhündin Lotti, weil sie angeblich gewildert hatte.
  • Im Februar 2015 wurde in Alsfeld ein Labrador während eines Spazierganges unmittelbar neben seinem Halter von einem Jäger erschossen.
  • Im Juni 2015 erschoss ein Jäger die Bärenhündin „Strudel“ nur 400 Meter von ihrem Zuhause entfernt.

Weitere Infos zum Thema Jagd: PETA.de/Jagd

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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