Jagd

Haustierabschuss: Prozess wird neu aufgerollt

Im April dieses Jahres wurde in Halle der Spitz-Mischling Gucci von einem Jäger aus zwei Meter Entfernung erschossen, weil er dachte, dass es sich um einen Fuchs handelte. Die Staatsanwaltschaft forderte 6.000€ Strafe für diesen Haustierabschuss, der Jäger wurde aber freigesprochen, weil er sich auf das Jagdschutzgesetz berufen hat. Dieses Gesetz erlaubt es Jägern, wildernde Tiere zu erschießen. Ein Hund oder eine Katze gelten bereits dann als wildernd, wenn sie sich 200 bis 500 Meter (je nach Bundesland) vom nächsten Haus entfernt aufhalten. In diesem Fall waren es aber kaum zwei Meter. Erfreulicherweise ist der zuständige Oberstaatsanwalt in Berufung gegangen und der Fall wird neu aufgerollt. Im Dezember muss der Jäger erneut vor Gericht.

Leider ist dies kein Einzelfall. Es werden jährlich schätzungsweise etwa 400.000 Katzen und 65.000 Hunde  von Jägern erschossen. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil es für Haustierabschüsse keine Meldepflicht gibt. Da das Töten von Katzen und Hunden durch Jäger in der breiten Bevölkerung auf Ablehnung stößt, werden die Vierbeiner oftmals am Straßenrand „entsorgt“ und sogar noch einmal überfahren, um einen Unfalltod vorzutäuschen. Begründet werden diese grausamen Taten dadurch, dass Katzen oder Hunde Wildtiere töten könnten. Welches Leid und Trauer sie damit bei den betroffenen Menschen auslösen, ist den Jägern herzlich egal. Trotz der vielen dokumentieren Fälle bleiben Jäger in der Regel strafrechtlich ohne Konsequenzen.

Jagdunfälle müssen härter bestraft werden! Oder wie seht Ihr das?

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PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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